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Kino in Kürze »Schule des Begehrens«

aus DER SPIEGEL 5/1999

von Benoît Jacquot (nach einem Roman von Yukio Mishima) handelt, ganz ähnlich wie André Téchinés Film »Alice & Martin«, von einer attrak- tiven, selbstbewußten, nicht unerfahrenen Pariserin, die sich Hals über Kopf in einen hergelaufenen Kerl von spanischer oder nordafrikanischer Provenienz und animalischer Schönheit verliebt. Da kann nur Unheil dräuen. Im Falle von Alice (Juliette Binoche), die Violinistin ist, wird der junge Naturbursche von Furien gejagt, weil er sich für einen Vatermörder hält. Dominique hingegen (Isabelle Huppert), erfolgreiche Mode-Unternehmerin, die sich in der »Schule des Begehrens« einen hübschen Stricher in ihr Appartement holt, muß leider feststellen, daß der ein verlogener Filou ist und bleibt. Im einen wie im anderen Fall handelt es sich um jene Art von französischem Feinkostkino, das vor allem mitfühlende Frauenherzen anspricht - zwei tränenselige Rollen für zwei wunderbare Schauspielerinnen nach dem Rezept: Liebesgeschichten müssen, um schön zu sein, nicht auch noch gut ausgehen.

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