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Musik »So viele Freunde«

aus DER SPIEGEL 21/1996

SPIEGEL: Wundern Sie sich über die Prügel, die Sie einstecken mußten?

Voß: Damit haben wir gerechnet. Außerdem hat es mich gefreut, daß Donaueschingen so viele Freunde hat. Das hat für mich in den letzten Jahren nicht immer so ausgesehen.

SPIEGEL: Sind Sie ein Kulturbanause?

Voß: Meine persönlichen Vorlieben liegen bei der Literatur. Aber das ist nicht entscheidend. Beim riesigen Haushaltsloch des SWF müssen wir an jeder Front sparen.

SPIEGEL: Die Kunst ist immer als erstes dran.

Voß: Ist es Ihnen lieber, wenn wir Leute entlassen? Wir kürzen an jeder Stelle unseres Etats. Außerdem sind wir nicht in erster Linie für das Mäzenatentum solcher Festivals zuständig.

SPIEGEL: Wer soll sich denn dann um die musikalische Nachwuchsförderung kümmern?

Voß: Wenn Donaueschingen für das Abendland unentbehrlich ist, dann muß sich auch das gesamte Abendland dafür verantwortlich fühlen. Vielleicht gibt es ja ein paar Sponsoren aus der Wirtschaft, die sich für die Nachwelt empfehlen wollen.

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