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»Staatsmann der Sorge«

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aus DER SPIEGEL 40/1986

»Konrad Adenauer sah sich selber keineswegs als 'groß': Er liebte Musik, er liebte auch Gedichte, Balladen wie Lyrik; private Neigungen, von denen in sein Tun nichts einging. Im tiefsten Grund bescheiden, fast demütig« - so schildert Golo Mann den ersten Kanzler der Bundesrepublik in einem Essay zu einem Bildband von Konrad Müller ("Konrad Adenauer«. Gustav Lübbe Verlag; 120 Seiten; 78 Mark). Er war - es ist ihm anzusehen - im hohen Alter »ein Staatsmann der Sorge«; er fürchtete, das - auch von ihm - Erreichte könne sich wieder auflösen - zu Unrecht.

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