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Steinzeit-Thriller in Kinderfassung

aus DER SPIEGEL 19/1982

Der vor 80 000 Jahren spielende Quasi-Stummfilm »Am Anfang war das Feuer« des französischen Regisseurs Jean-Jacques Annaud grunzt erst seit neun Wochen von der Leinwand deutscher Kinos. Aber den radebrechenden Buschlauten, die Anthony Burgess ("Uhrwerk Orange") den Stämmen der Ulam und Wagabou ins Urmaul gelegt hat ("Oyoon itjon s dondron« = Wir gehen in den Wald), liehen bereits 1,4 Millionen Zuschauer (frei ab 16) ihr Ohr. Damit die Kasse munter weiterklingelt, bietet der Verleih Neue Constantin den vorsintflutlichen Thriller nun auch in einer Kinderfassung (ab 12 Jahren) an - geschnitten um 16 Meter = 25 Sekunden, die das Original »zwei pikanten Bumsszenen« (Verleih) reserviert hatte. So werden die Youngster beispielsweise jene unter den 16jährigen viel diskutierte Einstellung nicht (und die Erwachsenen in den meisten Kinos nicht mehr) zu sehen bekommen, in der der kreuzfidele Ulam-Häuptling Naoh sich drei kapitalen Damen nähert - noch vor dem Frühstück und nach der Steinzeitväter Brauch a tergo.

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