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Sterben für Hollywood

aus DER SPIEGEL 20/1993

Eine Kugel kam geflogen, leider war sie echt: Bei den Dreharbeiten zu dem US-Film »The Crow« starb unlängst der Schauspieler Brandon Lee an einem Geschoß, das nicht aus der Requisite kam. Einzelfall? Anläßlich des Sterbens für Hollywood durchforstete der britische Observer das letzte Filmjahrzehnt - und siehe, Drehort ist Tatort. Beispiele: »Twilight Zone«, drei Tote durch Hubschrauber-Crash; »Rambo«, Todessturz eines Special-Effects-Mannes; »Return of the Musketeers«, tödlicher Sturz vom Pferd; »Delta Force 2«, fünf Tote durch Hubschrauber-Crash; »Hired to Kill«, ein Toter, fünf Verletzte durch Hubschrauber-Crash; »Wind«, ein Stuntman verliert ein Bein, ein anderer die Milz. Gewalt im Kino: offenbar nur die Fortsetzung der Dreharbeiten mit anderen Mitteln. Ratschlag für Regisseure und Stuntmen: Lieber Liebesfilme drehen, mit Special Effects im Bett.

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