US-Fotograf Steve Schapiro ist tot Er fotografierte Capote, Bowie und Martin Luther King

Seine Bilder von Martin Luther King gehören zu den bekanntesten Dokumenten der Bürgerrechtsbewegung. Später porträtierte er Hollywoodstars. Jetzt ist der Fotograf Steve Schapiro im Alter von 87 Jahren gestorben.
Martin Luther King, fotografiert von Steve Schapiro: Bei seiner Rede »I Have a Dream« begleitet

Martin Luther King, fotografiert von Steve Schapiro: Bei seiner Rede »I Have a Dream« begleitet

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Steve Schapiro / Courtesy of CAMERA WORK Gallery

Bekannt wurde er durch seine Bilder von der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Später porträtierte er Hollywoodstars an Filmsets von »Der Pate« oder auch »Taxi Driver«. Nun ist der US-Fotojournalist Steve Schapiro im Alter von 87 Jahren gestorben. Nach übereinstimmenden Medieninformationen erlag er seiner Krebserkrankung.

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Ein Dokumentarist seiner Zeit - US-Fotograf Steve Schapiro

Foto: Target Presse Agentur / Getty Images

Schapiro, geboren 1934 in New York, startete seine Karriere in Sechzigerjahren zunächst als freiberuflicher Fotograf für verschiedene US-Magazine wie »Time«, »Rolling Stone« und »Life«. In Fotoessays berichtete er über Gesellschaftsthemen wie Drogensucht und Wanderarbeit, aber auch politische Ereignisse wie den Wahlkampf von Robert Kennedy. Schapiro sah sich selbst als »Aktivist wie auch Dokumentarist«, wie es auf seiner Website  heißt. Er begleitete historische Ereignisse wie die Bürgerrechtsbewegung und den Marsch auf Washington von 1963, bei der Martin Luther King seine Rede »I Have a Dream« hielt.

Ab den Siebzigerjahren konzentrierte sich Schapiro auf die Arbeit an Filmsets. Mit Bildern von Filmproduktionen wie »Chinatown«, »Der Mann, der vom Himmel fiel« und »Billy Madison« wurde er international bekannt. Zu seinen Motiven gehörten Hollywoodstars wie Jack Nicholson, Marlon Brando, Orson Welles und Barbra Streisand.

Schapiros Bilder erschienen in Galerien auf der ganzen Welt. Im Jahr 2017 wurde er mit dem »Lucie Award for Achievement in Photojournalism« ausgezeichnet.

Arbeiten von Steve Schapiro sind noch bis zum 3. März 2022 in den beiden Ausstellungen »Muhammad Ali« und »David Bowie« in der Camera Work Virtual Gallery  in Berlin zu sehen.

ime
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