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Stiftungsgeld für Kunstvereine?

aus DER SPIEGEL 15/1980

16,5 Millionen Mark, so hat der Haushaltsausschuß des Bundestages beschlossen, sollen aus Mitteln der bislang nicht zustandegekommenen Nationalstiftung vorab für zeitgenössische Musik, Literatur und bildende Kunst bereitstehen. Das Geld ist für Vereine gedacht, zu denen sich unter anderem diverse Künstlerverbände zusammenschließen. Daneben meldet aber (in einem jetzt publizierten Brief an Innenminister Baum) auch eine Arbeitsgemeinschaft von Kunstvereinen Wünsche an. Besorgt, die Verbände, denen viele wichtige Künstler gar nicht angehören, könnten das Geld mit mehr karitativem als kulturpolitischem Effekt für ihre Mitglieder ausgeben, erklären sich die Ausstellungsmacher frei von »Proporz und Verfilzung«. Sie schlagen die Förderung von neun »qualitätvollen« Regionaldarbietungen vor, die (mit entsprechenden Katalogen) die bislang fehlende »Gesamtdarstellung der aktuellen deutschen Kunstszene« erbringen würden.

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