»Tagesthemen« senden aus Kiew »Willkommen aus der Hauptstadt der Ukraine«

Die ARD-»Tagesthemen« kamen am Mittwochabend aus Kiew. Ukrainerinnen und Ukrainer sprachen über ihr Leben im Krieg. Außenminister Kuleba erklärte: »Es fühlt sich so an, als hätten wir diesen Krieg bereits gewonnen.«
»Tagesthemen«-Moderatorin Caren Miosga in Kiew

»Tagesthemen«-Moderatorin Caren Miosga in Kiew

Foto: Susanne Petersohn / dpa

Ein halbes Jahr nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hat die ARD am Mittwochabend ihre »Tagesthemen« live aus Kiew gesendet. »Guten Abend und willkommen aus der Hauptstadt der Ukraine zu einer ungewöhnlichen Ausgabe der ›Tagesthemen‹«, sagte Moderatorin Caren Miosga zur Begrüßung.

Miosga war laut ARD  in den vergangenen Tagen gemeinsam mit WDR-Reporter Vassili Golod durch das Land gereist, um mit Ukrainerinnen und Ukrainern »über Leben und Überleben im Krieg« zu sprechen. »Wir haben mit einem Unternehmer gesprochen, der vor Kurzem noch Schlösser herstellte und jetzt Fahrzeuge für die Soldaten an die Front liefert«, sagte Miosga vor der Sendung. »Wir haben eine Frau getroffen, die aus einer besetzten Stadt geflohen ist und berichtet, wie die Russen versuchen, Stadt und Menschen unter ihre Kontrolle zu bringen.«

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Neben den Ukrainerinnen und Ukrainern kam in der Sendung auch Außenminister Dmytro Kuleba zu Wort. »Es fühlt sich so an, als hätten wir diesen Krieg bereits gewonnen, denn laut russischem Plan sollte es uns heute gar nicht mehr geben«, sagte er. 

Auf die Reaktionen in Deutschland auf den Krieg angesprochen, erklärte Kuleba, auch die Mehrheit der deutschen Gesellschaft scheine zu verstehen, »dass dieser Angriff nicht nur ein Angriff auf die Ukraine, sondern ein Angriff auf Europa ist«. Der Unterschied sei, dass Russlands Präsident Wladimir Putin die Ukraine mit Raketen und Panzern angreife, »die deutschen und europäischen Haushalte mit einer Energiekrise, Inflation und seiner Propaganda«.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Es ist nicht das erste Mal, dass die »Tagesthemen« aus dem Ausland gesendet wurden. 2020 kam die Sendung zur US-Wahl aus Washington. 2012 gab es wegen der Präsidentenwahl in Russland eine Sendung aus Moskau und Hamburg.

Baerbock im ZDF: »So brutal ist die Realität«

Auch in den Nachrichtensendungen anderer Sender stand am Mittwoch der sechs Monate dauernde Krieg im Fokus. Beim ZDF-»Morgenmagazin« war bereits am Morgen der scheidende Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, zu Gast. »Die deutsche Politik wurde wachgerüttelt aus einem Traum, dass man mit Russland in Frieden leben kann«, sagte er dabei.  Auch im »heute-journal« desselben Senders wurde über den Krieg berichtet.  Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock sagte dabei unter anderem, niemand könne derzeit sagen, ob die Ukraine den Krieg gewinnen könne. »So brutal ist die Realität.«

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Bei ntv gab es mehrere »News Spezials«. Bei RTL lief in der Nacht zu Donnerstag eine Sonderausgabe des »Nachtjournals« inklusive eines Interviews mit dem Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

aar/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.