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Tango im Herbst

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aus DER SPIEGEL 39/1984

Ricardo, ein schöner Argentinier mit pfundweise Pomade im Haar, hat beim Pferderennen sein Bares verzockt und muß auswandern ins ferne Spanien. Zum Abschied schmettert er mit kräftigem Tenor ein Tangolied vom Dampfer in den Hafen von Buenos Aires. In Barcelona macht er dann eine Tango-Kneipe auf, und wieder fängt er herrlich an zu singen. In diesem Rahmen bewegt sich die Geschichte des Films »Tango Bar«, eine Ausgrabung von 1935, die ein wachsendes Interesse am Tango jetzt in deutsche Kinos befördert hat. Strahlender Mittelpunkt ist Carlos Gardel, der legendäre Tango-Star der zwanziger und dreißiger Jahre - ein Latin Lover und Sänger erster Güte. Deutsche Fans werden in diesem Herbst mit noch mehr Tango beglückt: Der Bandoneon-Virtuose Astor Piazzolla geht vom 16. Oktober an auf Tournee, eine neue Piazzolla-LP (Titel: »Live in Wien") ist erschienen, eine Tango-Monographie kommt heraus (Eberhard Janke: »Tango - die Berührung«; Focus Verlag), und in dem neuen Peter-Lilienthal-Film »Das Autogramm« spielen der Bandoneon-Star Juan Jose Mosalini und seine Tangos die Hauptrolle.

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