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Gestorben Taylor Hawkins, 50

aus DER SPIEGEL 14/2022
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Amy Harris / dpa

Nur wenige Schlagzeuger schaffen es, im Schatten ihrer zumeist prominenteren Frontmänner oder -frauen zu strahlen – Taylor Hawkins gehörte dazu. Das Mitglied der US-Rockband Foo Fighters galt als einer der talentiertesten Drummer seiner Generation, sein kraftvolles, aber auch elaboriertes Spiel war von Vorbildern wie Roger Taylor (Queen) und Stewart Copeland (The Police) beeinflusst. 1972 in Texas geboren, wuchs er im kalifornischen Laguna Beach auf. Als Kind sah er Queen live und bezeichnete das Erlebnis später als lebensverändernd: »Das war der Beginn meiner Besessenheit vom Rock ’n’ Roll, und ich wusste, dass ich in einer großen Rockband sein wollte.« Zunächst arbeitete er für die kanadische Sängerin Alanis Morissette, doch als der ehemalige Nirvana-Drummer Dave Grohl einen neuen Schlagzeuger für seine Band suchte, ging Hawkins’ Traum in Erfüllung. Seit 1997 spielte er auf allen folgenden Alben der weltweit erfolgreichen Foo Fighters, wurde mit wirbelnden Armen, schwirrender blonder Mähne und sonnigem Gemüt zum Liebling der Fans. Mit Frontmann Grohl entwickelte sich keine Konkurrenz, sondern eine enge Freundschaft. Live tauschten die beiden regelmäßig die Rollen, sodass Hawkins, auch ein guter Sänger, den Queen-Song »Somebody To Love« im Rampenlicht darbieten konnte. Gleichzeitig litt er seit der Kindheit unter Unsicherheiten, die er immer wieder mit Drogen kompensierte. 2001 lag er nach einer Überdosis Heroin zwei Wochen lang im Koma. Taylor Hawkins starb am 25. März in Bogotá, Kolumbien.

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