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Taylor Swift Schmerz und Liebe

aus DER SPIEGEL 25/2022
Foto:

Dimitrios Kambouris / Getty Images

Als Taylor Swift, 32, der amerikanische Superstar, anfing zu komponieren, entstanden ihre Lieder aus Filmen. Sie war noch fast ein Kind und habe keine Ahnung von Liebe und Schmerz gehabt, hat sie einmal gesagt, also vertonte sie Szenen aus ihren liebsten Fernsehserien. Kein Wunder, dass ihre Songs gute Filmvorlagen ergeben; der kreative Prozess funktioniert auch andersherum: Die Sängerin stellte in der vergangenen Woche »All Too Well: The Short Film« beim Tribeca Film Festival in New York vor. »All Too Well« ist ursprünglich ein Swift-Song von 2012 und gilt als Aufarbeitung ihrer Beziehung zu Schauspieler Jake Gyllenhaal – mit den Jahren hat Swift genug eigene Erfahrungen in Sachen Liebe und Schmerz gesammelt. Nach einer Auseinandersetzung mit ihrer Plattenfirma nahm Swift ihre alten Songs noch einmal auf – und machte aus der neuen Version von »All Too Well« einen 15-minütigen Film. Er beginnt wie ein Musikvideo – verwandelt sich dann aber in ein Beziehungsdrama, in dem ein Paar sich in Psychospielen verliert. Für ein früheres Video habe sie eine Regisseurin engagieren wollen, erzählte Swift in New York, aber alle, die sie interessant fand, waren ausgebucht. So kam sie zu ihrem ersten Regiejob. Während des Drehs habe sie den Blick nicht von der Darstellerin abwenden können, sagte sie. Auch das Ergebnis wühlt sie auf: »Es ist für mich immer noch schwer anzuschauen«. Jetzt könne sie sich gut vorstellen, einen Spielfilm zu drehen, und nannte gleich ein Vorbild: den 1989 verstorbenen Regisseur John Cassavetes.

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