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»Tosca« raubt den Schlaf

aus DER SPIEGEL 26/1992

Wieder ein Härtetest für Opernfans: Am 11. und 12. Juli wird in Rom Puccinis »Tosca« fürs Fernsehen inszeniert - an den drei Originalschauplätzen und zur dramatisch korrekten Tageszeit. Akt eins beginnt mittags in der Kirche Sant' Andrea della Valle, für den abendlichen zweiten Akt hat der französische Botschafter freiwillig seine Residenz, den Palazzo Farnese, geräumt, und Showdown ist auf der Engelsburg um sechs Uhr morgens. Placido Domingo, Star der Echtheitsorgie, meint, das von 50 TV-Anstalten finanzierte und auch in Deutschland von ARD und ZDF live übertragene Spektakel sei den verkürzten Nachtschlaf allemal wert.

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