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Film Triumph der Dummheit

aus DER SPIEGEL 14/1995

Selig sind die Schwachköpfe, heißt die Hollywood-Lobpreisung der Erfolge von Forrest Gump bis Fred Feuerstein, und zwangsläufig gilt derzeit »dumm und dümmer« als Karriererezept. Keiner hat dies so rasant und schamlos genutzt wie der hampelnde Grimassenschneider Jim Carrey, 33, der sich nun auch schon als Superstar betrachten darf. Mit »Dumm und dümmer« kommt diese Woche die dritte ganz auf seine Kunstfaxen zugeschnittene Lustbarkeit in die deutschen Kinos, und diesmal hat der Zappelclown Carrey in Jeff Daniels einen tapsigen Kompagnon, der ihn in anarchischer Infantilität zu übertrumpfen trachtet. Blödmänner sind sie beide, aber gemeinsam kriegen sie alle Buchstaben des Alphabets zusammen. »Dumm und dümmer« ist das erste Kinowerk der TV-erfahrenen Farrelly-Brüder Bob (Buch) und Peter (Regie), die endlich den Ausscheidungsfunktionen ihr Komödienrecht als elementare Lebensäußerungen zurückgeben: Seit Menschengedenken ist in keinem anderen Film so herzhaft gepißt und gefurzt worden.

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