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Emmy-Verleihung: Glitzer, Roben, Freudensprünge

Foto: LUCY NICHOLSON/ REUTERS

Amerikanischer Fernsehpreis "Mad Men" holt vierten Emmy in Folge

Es ist der weltweit wichtigste Fernsehpreis: In der Nacht zum Montag sind in Los Angeles die 63. Emmys verliehen worden. Die Serie "Mad Men" gewann in der Kategorie "Beste Drama-Serie" - zum vierten Mal in Folge. Auch die Britin Kate Winslet und die Sitcom "Modern Family" wurden ausgezeichnet.

Los Angeles - Die US-Serie " Mad Men" hat bei den Emmy-Awards zum vierten Mal die Auszeichnung als beste Drama-Serie gewonnen. Die Filmstaffel um die so kreativen wie trinkfreudigen Mitarbeiter einer Werbeagentur in den sechziger Jahren setzte sich am Sonntag bei der Preisverleihung in Los Angeles gegen die mitfavorisierte Serie "Boardwalk Empire" durch. Deren Regisseur Martin Scorsese erhielt den Emmy für die beste Regie.

Auch die amerikanische TV-Komödie "Modern Family" sahnte gleich vierfach ab. Die Familiensatire war mit 17 Nominierungen angetreten. Die Preise für die männliche und weibliche Nebenrolle wurden den "Modern Family"-Darstellern Ty Burrell und Julie Bowen überreicht. Die beiden anderen Emmys gingen an "Modern Family"-Regisseur Michael Alan Spieler und die beiden Drehbuchautoren Steve Levitan und Jeffrey Richman.

Die Emmys wurden zum 63. Mal von der Amerikanischen Fernsehakademie verliehen. Die dreistündige Show wurde live im US-Fernsehen ausgestrahlt.

Preis für "The Good Wife"

Bei den Mini-Serien gewann "Downton Abbey" vier Preise: Neben dem Emmy als bestes Movie erhielt Maggie Smith den Preis als beste Nebendarstellerin, Brian Percival den für die beste Regie, und Julian Fellowes wurde für das beste Drehbuch prämiert. Kate Winslet erhielt den Emmy als beste Schauspielerin für ihre Titelrolle in der Mini-Serie "Mildred Pierce".

Als beste Darsteller in der Kategorie Drama wurden Kyle Chandler ("Friday Night Lights") und Julianna Margulies ("The Good Wife") ausgezeichnet. Die Emmys für die besten Nebenrollen gingen hier an Peter Dinklage ("Game of Thrones") und Margo Martindale ("Justified"). Als bester Drehbuchautor wurde Jason Katims ("Friday Night Lights") geehrt.

Als bester Hauptdarsteller in einer Comedy wurde Jim Parsons für seine Rolle in "The Big Bang Theory" ausgezeichnet, zur besten Hauptdarstellerin Melissa McCarthy ("Mike & Molly") gekürt. Bester Hauptdarsteller einer Mini-Serie wurde Barry Pepper ("The Kennedys"), bester Nebendarsteller Guy Pearce ("Mildred Pierce").

Wirbel um Witz-Zensur

Aufsehen erregte die Entscheidung des übertragenden Fernsehsenders Fox, einen Witz über die Verwicklung seines Mutterkonzerns News Corp. in einen britischen Medienskandal zu streichen. Es handelte sich um einen aufgezeichneten Comedy-Beitrag des Schauspielers Alec Baldwin, der sich als fiktiver Präsident einer Fernsehakademie in einem Telefonat darüber Sorgen machte, dass jemand das Gespräch mithöre. Baldwin reagierte über Twitter mit deftigen Worten auf die Absetzung: "Das ist bescheuert, weil ich denke, es hätte sie besser aussehen lassen", twitterte er.

Fox erklärte, es betrachte den Scherz als unangemessen, da das Unternehmen diese Sache sehr ernst nehme. Der Skandal hatte News-Corp.-Besitzer Rupert Murdoch veranlasst, seine Londoner Boulevardzeitung "News of the World" einzustellen.

Baldwin nahm an der Gala zur Verleihung der US-Fernsehpreise wegen einer anderen Verpflichtung nicht teil: Er war Gast auf der Geburtstagsfeier von Tony Bennett in New York. Er twitterte: "Wenn ich in einen Skandal verwickelt wäre, in dem ich die Telefone der Familien von unschuldigen Verbrechensopfern nur des Profits wegen hacke, dann würde ich das auch weghaben wollen."

Der Produzent der Emmy-Übertragung von Fox, Mark Burnett, trug die Entwicklung mit Fassung: "Das ist ein Nonstop-Drama, aber alles ist gut", sagte er. Die Comedy-Einspielung wurde in letzter Minute durch einen Beitrag von Leonard Nimoy ersetzt.

amz/dapd/dpa/AFP
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