Zu viele Ermittlerteams Andreas Hoppe hat Angst um den "Tatort"

Noch nie gab es so viele "Tatort"-Ermittler wie in diesem Jahr. Es reicht, findet Andreas Hoppe, der in Ludwigshafen als Mario Kopper an der Seite von Lena Odenthal Fälle löst. Der Krimi verliere an Wert.
Andreas Hoppe 2012 in Berlin: "Der 'Tatort' verliert seine Einzigartigkeit"

Andreas Hoppe 2012 in Berlin: "Der 'Tatort' verliert seine Einzigartigkeit"

Foto: Robert Schlesinger/ dpa

Hamburg/Baden-Baden - Als Kriminalhauptkommissar Mario Kopper ermittelt er seit 17 Jahren in Ludwigshafen. Andreas Hoppe kennt das "Tatort"-Geschäft. Nun hat er Angst um den Wert des ARD-Vorzeigekrimis. Warum? Die inzwischen mehr als 20 Ermittler und Teams seien genug, sagte der 53-Jährige der Nachrichtenagentur dpa.

In den vergangenen Monaten kamen etwa Til Schweiger und Fahri Yardim (Hamburg), Wotan Wilke Möhring (Hamburger Umland) sowie Christian Ulmen und Nora Tschirner (Weimar) dazu.

Wenn es immer mehr Duos gebe, mindere das den Wert des "Tatort": "Er verliert dadurch seine Einzigartigkeit. Daher ist es noch wichtiger, die Charakterisierung und Besonderheit der einzelnen Duos herauszustellen", sagte Hoppe, der an der Seite von Ulrike Folkerts (alias Lena Odenthal) ermittelt.

Lustig kann es seiner Meinung nach schon einmal zugehen: "Dass es auch ulkige Folgen gibt, macht mir bis jetzt keine Sorgen, doch man sollte sich nicht selbst persiflieren. Münster hat einen eigenen Weg gefunden, den finde ich spannend und das bereichert uns auch." Wie lange er noch ermitteln wolle, sei unklar: "Wie lange ich dabei bleibe, weiß ich noch nicht. Die Figur muss eine Entwicklung haben, das ist mir wichtig, und das lief bisher gut."

Die Bremer "Tatort"-Episode "Er wird töten" mit den Kommissaren Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) sahen am Sonntag 7,95 Millionen Zuschauer.

kha/dpa
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