Rundfunk-Spitzenposten Christine Strobl wird ARD-Programmdirektorin

Am Dienstag teilte ARD-Programmdirektor Volker Herres mit, er werde seinen Posten früher räumen als geplant. Nun wurde Christine Strobl als seine Nachfolgerin benannt.
Neue ARD-Programmdirektorin Christine Strobl: Bestens vernetzt

Neue ARD-Programmdirektorin Christine Strobl: Bestens vernetzt

Foto: Christian Charisius / picture alliance / dpa

Seit acht Jahren leitet Christine Strobl die ARD-Tochter Degeto, die für den Einkauf und die Eigenproduktion von fiktionalen Programmen für den Senderverbund zuständig ist. In dieser Funktion war sie unter anderem für die Kooperation der ARD mit dem Pay-TV-Sender Sky mitverantwortlich, durch die das Serienprojekt "Babylon Berlin" entstehen konnte.

Wie nun auf der Pressekonferenz zur Intendantentagung in Berlin bekannt gegeben wurde, soll Strobl, 49, im nächsten Jahr Programmdirektorin werden. Sie folgt damit auf Volker Herres, 63, der schon am Dienstag verkündet hatte, er werde sein Amt zum April 2021 abgeben. Eigentlich liefe sein Vertrag noch ein halbes Jahr länger.

Strobl gilt als bestens vernetzt, sowohl im öffentlich-rechtlichen Rundfunk als auch in der Politik. Sie ist die Tochter des CDU-Politikers Wolfgang Schäuble und die Ehefrau von Thomas Strobl, dem CDU-Landesvorsitzenden in Baden-Württemberg. Die Direktion für das ARD-Gemeinschaftsprogramm im Ersten ist in München angesiedelt und einer der höchsten Posten im öffentlich-rechtlichen Senderverbund.

cbu
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.