Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn Live-"Morgenmagazin" fällt wegen Warnstreik bei ARD-Anstalten aus

Etliche Radio- und Fernsehprogramme bei der ARD waren am Mittwoch nicht wie gewohnt zu empfangen. Der Grund: Die Gewerkschaft Ver.di und Journalistenverbände hatten aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

Moderatoren des Morgenmagazins (Archivfoto)
SvenSimon/ picture alliance

Moderatoren des Morgenmagazins (Archivfoto)


Wegen eines Warnstreiks beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) haben ARD und ZDF das "Morgenmagazin" am Mittwoch nicht live senden können. "Das reguläre Morgenmagazin entfällt auf Grund eines Warnstreiks. Sie sehen eine Aufzeichnung von heute früh", blendete die ARD am frühen Morgen im laufenden Programm ein.

Auf Twitter teilte der WDR mit, dass vor dem eigentlichen Sendestart eine Stunde Sendung aufgezeichnet worden sei. Diese solle während der Dauer des Warnstreiks gezeigt werden.

Zuvor hatte die Gewerkschaft Ver.di alle Arbeitnehmer, Auszubildenden, Volontäre und freien Mitarbeiter zu einem 24-stündigen, bis Donnerstagmorgen andauernden Warnstreik aufgerufen.

Der Streik hat das Ziel, bei allen bestreikten Sendern Vergütungserhöhungen um sechs Prozent für ein Jahr zu erreichen. Bei einer mehrjährigen Laufzeit soll der Abschluss mindestens das Niveau des Tarifabschlusses 2019 des öffentlichen Diensts der Länder erreichen, das heißt Verbesserungen im Gesamtvolumen von mindestens 3,2 Prozent pro Jahr. Ver.di hofft auf "deutlich wahrnehmbare Auswirkungen im Programm".

Auch beim Bayerischen Rundfunk (BR), beim SWR, beim NDR und beim MDR hatten Ver.di und die Journalisten-Verbände und Redakteure und freie Journalisten für Mittwoch zu befristeten Warnstreiks aufgerufen. Der BR versuche, die Auswirkungen auf das Programm so gering wie möglich zu halten, teilte der öffentlich-rechtliche Sender am Dienstag in München mit. Dennoch könne es zu Beeinträchtigungen im Ablauf oder zeitweisen Sendeausfällen kommen.

jat/dpa

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