"Prix Europa" Armin Wolf als europäischer Journalist des Jahres ausgezeichnet

Der Österreicher Armin Wolf ist Europäischer Journalist des Jahres. In seiner Dankesrede warnte er vor Eingriffen der Politik in die Arbeit der Medien - er spricht aus Erfahrung.

Armin Wolf
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Armin Wolf


Der Österreicher Armin Wolf ist bei dem Medienpreis Prix Europa als europäischer Journalist des Jahres ausgezeichnet worden. Wolf arbeitet als politischer Fernsehjournalist und ist Moderator der Nachrichtensendung ZIB2 im ORF.

Wolf ist so etwas wie ein Lieblingsfeind der Rechtspopulisten, einer, der in Österreich als journalistische Instanz gilt und für den öffentlich-rechtlichen ORF unter anderem die Spätnachrichtensendung ZiB2 ("Zeit im Bild") moderiert, die in etwa den "Tagesthemen" oder dem "heute-journal" entspricht. Seine kritischen Fragen passen der FPÖ oft nicht (Lesen Sie hier mehr über die Angriffe auf Wolf).

In seiner Dankesrede warnte er vor Eingriffen der Politik in die Arbeit der Medien. Populisten versuchten, Kontrolle zu erlangen, doch Journalisten dürften sich dem nicht anpassen. "Wir müssen unsere Arbeit machen, so professionell, gewissenhaft, verlässlich und fair wie wir können."

Beim Prix Europa werden Medienschaffende aus ganz Europa geehrt. Das Festival für Fernseh-, Hörfunk- und Online-Angebote wurde vom EU-Parlament und der EU-Kommission 1987 ins Leben gerufen. Es wird vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) als Gastgeber betreut. Der Preis wird in mehreren Kategorien vergeben - seit 2018 in Potsdam.

Der Preis "Bester Europäischer Film" wurde etwa an die Schweiz verliehen, für eine Doku über einen Vater aus Syrien, der seine Frau im Irak zurücklassen musste, um seinen behinderten Sohn zu retten. Als "Bestes Europäisches Radiofeature" wurde ein Stück aus Großbritannien geehrt, das sich um das Recht von Frauen auf Abtreibung dreht.

hej/dpa



insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
claus7447 12.10.2019
1. Das wird der FPÖ aber stinken ....
Gratulation! Ob der Kurze auch gratuliert?
FrankDunkel 12.10.2019
2.
Der Mann hat gezeigt, daß es auch im Fernsehen Leute mit Rückgrat gibt. Von diesem Kaliber würde ich mir in Deutschland auch den ein oder anderen wünschen.
gladiator66 12.10.2019
3. Die deutschen Freunde haben z.B. Marietta Slomka!
Sie hätte auch einrn Preis vedient! Schon längst!
Bezzer 12.10.2019
4. Wohlverdient!!
Seine konsequente Gesprächsführung ist großartig. Ein Mann mit Haltung.
marcanton80 12.10.2019
5. what????
Ein besserer ist denen wohl nicht eingefallen, dann kann man ja Claus Kleber,oder gleich Zamparoni wählen wenn das guter Journalismus ist, was sind dann Michael Lüders,oder Feldenkirchen......Journalisten des Jahrzehnts. Der Mann hat sich keine Angst vom Establishment machen lassen... und??? Das gehört sozusagen zum Berufsbild des Journalisten
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