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27. Februar 2019, 15:43 Uhr

Bernd Stelter

WDR schneidet Doppelnamen-Eklat aus Karnevalssendung

Nach einem Witz über Annegret Kramp-Karrenbauer bei einer Karnevalssitzung kam eine empörte Frau auf die Bühne. Im TV wird die Szene nicht zu sehen sein - in der Aufzeichnung sei sie "teilweise unverständlich", so der WDR.

Bernd Stelter ist ein erfahrener Karnevalist, der naturgemäß gern Witze macht. Einer dieser Witze allerdings kam in der vergangenen Woche bei einer Karnevalssitzung in Köln gar nicht gut an. Es ging um den Doppelnamen von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Eine wütende Frau stürzte auf die Bühne, auch in den sozialen Medien empörten sich zahlreiche Nutzer. Nun zieht der WDR Konsequenzen: Der Eklat wird in der Ausstrahlung am Rosenmontag (4. März) nicht zu sehen sein.

Wie der Sender mitteilte, habe man sich entschieden, die Szene, in der die Frau auf die Bühne kommt und mit Stelter spricht, herauszuschneiden. Zur Begründung teilte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mit: "Die in den Medien diskutierte Störung der Rede Bernd Stelters durch eine Zuschauerin erstreckte sich mit Unterbrechungen über mehrere Minuten und ist in vielen Teilen akustisch in der Aufzeichnung nicht hörbar und teilweise unverständlich." Deshalb habe der Sender entschieden, die Szene in dem Zusammenschnitt nicht zu zeigen.

Die Sendung "Karneval in Köln", die am Rosenmontag um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen ist, sei ein Zusammenschnitt zweier jeweils sechsstündiger Aufzeichnungen von Kölner Karnevalssitzungen im Gürzenich, teilte der WDR am Mittwoch mit.

Während der Ausstrahlung der Rede von Stelter werde es für die Fernsehzuschauer einen Hinweis via Laufband geben, der auf eine Videotextseite mit Zusatzinformationen zu dem Auftritt verweise. In den sozialen Medien ist die Szene auch noch zu sehen.


Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung hatten wir Angela statt Annegret Kramp-Karrenbauer geschrieben. Außerdem haben wir präzisiert, dass der Gag von Stelter in der Sendung weiterhin zu sehen sein wird, nicht aber, wie die Frau auf der Bühne mit ihm spricht.

brs/dpa

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