Bernd Stelter WDR schneidet Doppelnamen-Eklat aus Karnevalssendung

Nach einem Witz über Annegret Kramp-Karrenbauer bei einer Karnevalssitzung kam eine empörte Frau auf die Bühne. Im TV wird die Szene nicht zu sehen sein - in der Aufzeichnung sei sie "teilweise unverständlich", so der WDR.

Bernd Stelter
DPA

Bernd Stelter


Bernd Stelter ist ein erfahrener Karnevalist, der naturgemäß gern Witze macht. Einer dieser Witze allerdings kam in der vergangenen Woche bei einer Karnevalssitzung in Köln gar nicht gut an. Es ging um den Doppelnamen von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Eine wütende Frau stürzte auf die Bühne, auch in den sozialen Medien empörten sich zahlreiche Nutzer. Nun zieht der WDR Konsequenzen: Der Eklat wird in der Ausstrahlung am Rosenmontag (4. März) nicht zu sehen sein.

Wie der Sender mitteilte, habe man sich entschieden, die Szene, in der die Frau auf die Bühne kommt und mit Stelter spricht, herauszuschneiden. Zur Begründung teilte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mit: "Die in den Medien diskutierte Störung der Rede Bernd Stelters durch eine Zuschauerin erstreckte sich mit Unterbrechungen über mehrere Minuten und ist in vielen Teilen akustisch in der Aufzeichnung nicht hörbar und teilweise unverständlich." Deshalb habe der Sender entschieden, die Szene in dem Zusammenschnitt nicht zu zeigen.

Die Sendung "Karneval in Köln", die am Rosenmontag um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen ist, sei ein Zusammenschnitt zweier jeweils sechsstündiger Aufzeichnungen von Kölner Karnevalssitzungen im Gürzenich, teilte der WDR am Mittwoch mit.

Während der Ausstrahlung der Rede von Stelter werde es für die Fernsehzuschauer einen Hinweis via Laufband geben, der auf eine Videotextseite mit Zusatzinformationen zu dem Auftritt verweise. In den sozialen Medien ist die Szene auch noch zu sehen.


Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung hatten wir Angela statt Annegret Kramp-Karrenbauer geschrieben. Außerdem haben wir präzisiert, dass der Gag von Stelter in der Sendung weiterhin zu sehen sein wird, nicht aber, wie die Frau auf der Bühne mit ihm spricht.

brs/dpa



insgesamt 63 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
widower+2 27.02.2019
1. Richtig!
So schützt man diese völlig verkrampfte und humorlose Frau mit selbstgemachtem Leiden (unsinniger Doppelname) davor, sich vor einem noch größeren Publikum lächerlich zu machen.
noalk 27.02.2019
2. Welch ein Glück
Gute Entscheidung. Dann wird man sich die Sendung ja anschauen können.
Affenhauptmann 27.02.2019
3. Es wird schlimmer
Wer den Witz gehört hat, kann sich nur noch am den Kopf dann - und zwar nicht wegen Bernd Stelter, sondern wegen der unfassbar lächerlichen Reaktion darauf. Als ich "Sexismus"gelesen habe, dachte ich wunder was der Stelter gesagt hat. Nachdem ich es gegoogelt habe, kann ich die Reaktionen nur noch als lächerlich bezeichnen. Zumal er Recht hat - aus Kramp und Karrenbauer einen Doppelnamen zu machen????
gerchla63 27.02.2019
4. Click-Baiting-Überschrift
Lasst doch bitte die Kirche im Dorf: Das war kein "Eklat". Da ist eine Frau auf die Bühne gelaufen, hat was gesagt und ist nach einem ultrakurzen "Dialog" mit dem Stelter wieder von der Bühne runter. Mehr war es nicht. Solch dramatisierende Überschriften (hier ein "Eklat", gerne auch mal "Drama" oder "Skandal, Skandal!!" etc.) wirken unseriös und passen eher zu zweitklassigen Online-Newsportalen, aber nicht zu Spiegel.de.
dieter-ploetze 27.02.2019
5. fasching ist derb und manchmal unter der guertellinie
das weiss an sich jeder, der auf solche veranstaltung geht. wenn man nun diese frau nach ihren massstaeben misst, sollte sie gar nicht dahin gehen und wenn, dann bitte nicht in solch laecherlichen matrosenanzuegelchen welches jeden echten matrosen veralbert. so kann man naemlich auch denken. das ist doch die gleiche schiene.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.