Casting-Juror Thomas D. Einfach mal "Mist" sagen

Leisetreten ist seine Sache nicht: Ab dem 12. Januar moderiert Thomas D. die Casting-Show "Unser Star für Baku", den deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest. Im SPIEGEL distanziert er sich von Kollegen wie Dieter Bohlen und Xavier Naidoo - und verspricht echte Kunst.

Thomas D.: "Wenn etwas Mist ist, dann muss dazu auch 'Mist' gesagt werden"
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Thomas D.: "Wenn etwas Mist ist, dann muss dazu auch 'Mist' gesagt werden"


Zumindest in Sachen Großmäuligkeit steht er seinem Vorgänger in nichts nach: Nachdem vor zwei Jahren Stefan Raab mit dem ProSieben-Format "Unser Star für Oslo" dem deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest neues Leben eingehaucht hat, übernimmt nun Thomas D. als Jurypräsident die Veranstaltung - und mit der hat er nach eigenen Angaben Großes vor. Dem SPIEGEL sagte er, er wolle "mit dem Sieger ein Album machen, das sich abhebt von den sonstigen 08/15- Alben von Castingshow-Gewinnern. Ich will etwas präsentieren, das die Bezeichnung Kunst verdient".

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Heft 1/2012
Zwischen Zuversicht und Schönfärberei

Der Rapper, der sonst mit dem HipHop-Quartett Die Fantastischen Vier unterwegs ist, kritisierte die Castingshows "Deutschland sucht den Superstar" und "The Voice of Germany". "Mich nerven diese Überzeichnungen, wenn etwa in diesen Shows genau ein Zuschauer genau im richtigen Moment aufspringt. Das ist ja erst im Nachhinein so komponiert."

Er aber wolle zeigen, wie man es richtig mache und seriös bleibe. "Wir sind live und können schon deshalb nicht in der Nachbearbeitung überdramatisieren." Zumindest seine Kritik an "The Voice of Germany", dem TV-Überraschungserfolg 2012, hat es in sich: Schließlich läuft die Sendung bei ProSieben, wo ab dem 12. Januar auch "Unser Star für Baku" zu sehen ist, und die "Voice"-Richter Xavier Naidoo und Rae Garvey stehen immerhin für einen ehrenwerteren Umgang mit den Pop-Einsteigern als andere Casting-Juroren.

Wobei auch Thomas D. ein fairer Umgang mit seinen Kandidaten am Herzen liegt. Als Jurypräsident sei er "sicherlich nicht wie Dieter Bohlen", sagte er dem SPIEGEL. Ihm missfalle "dieser menschenverachtende Gestus". Andererseits sei es auch nicht sehr glaubwürdig, alles immer nur toll zu finden. "Wenn etwas Mist ist, dann muss dazu auch 'Mist' gesagt werden."

cbu



insgesamt 20 Beiträge
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Seite 1
Benno Benz 31.12.2011
1.
Zitat von sysopLeisetreten ist seine Sache nicht: Ab dem 12. Januar moderiert Thomas D. die Casting-Show "Unser Star für Baku", den deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest. Im SPIEGEL distanziert er sich von Kollegen wie Dieter Bohlen und Xavier Naidoo - und verspricht echte "Kunst". http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,806463,00.html
Ja, aber wo läuft denn diese Show, oder habe ich das im Artikel überlesen?
spargel_tarzan 31.12.2011
2. an seinen taten..
Zitat von sysopLeisetreten ist seine Sache nicht: Ab dem 12. Januar moderiert Thomas D. die Casting-Show "Unser Star für Baku", den deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest. Im SPIEGEL distanziert er sich von Kollegen wie Dieter Bohlen und Xavier Naidoo - und verspricht echte "Kunst". http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,806463,00.html
werden wir ihn messen, denn schaumschläger haben wir genug im repertoir
Kaworu 31.12.2011
3.
Zitat von Benno BenzJa, aber wo läuft denn diese Show, oder habe ich das im Artikel überlesen?
Klassisch überlesen ;) ProSieben Mich würde noch interessieren, was Thomas D. an der Juryteilnahme von Xavier Naidoo so schlecht findet, so von allem ist dieser ja auch nicht begeistert.
ZiehblankButzemann 31.12.2011
4. Einer von den fantastischen 4 !
Was ist mit den anderen 3, halten die Winterschlaf, oder was? Jedenfalls dieser zappelige Thomas D., das D. steht übrigens für Duracell-Hase, soll mal artig sein Megaphon im Chanel-Täschchen lassen. Ein Erfolg wie ihn die freche bezaubernde Lena Mayer Landrut hatte ist sowieso nicht zu wiederholen, oder glaubt wirklich irgend jemand, daß uns Deutschen noch einmal so ein grandioser Sieg vom Ausland gegönnt wird. In der Zwischenzeit hat sich ja schließlich einiges getan in Good-Old-Europe, was die Beliebtheit der Deutschen nicht gerade gesteigert hat. Ich finde wir sollten einfach mal gar keinen nach Baku schicken. Dieser Sowjet-Brüder Gesangswettbewerb in Baku wird sowieso eher langweilig, da die ehemaligen UDSSR-Staaten ausknobeln werden, wer als nächstes den East-Eurovision-Song-Contest austragen darf. Schickt am besten die Ludolff Brüder hin, die können dann ein paar alte Karren und Panzer für ihren Schrottplatz abholen.
birnstein 31.12.2011
5. Gesang
Thomas D. als Juror? Der kann ja nicht mal singen. Bestes Beispiel: Sein Gastauftritt bei BAP mit Verdamp lang her. Ist schon ein Unterschied zwischen sprechen und singen und Letzteres beherrscht er da nicht, wäre in jeder Castingshow durchgefallen.
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