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"Das Jenke Experiment": Beinharte Recherche, butterweiche Birne

Foto: RTL/ Jürgen Schulzki

Medienwächter RTL-Drogenversuch war nicht jugendgefährdend

In "Das Jenke-Experiment" hatte ein RTL-Reporter im Selbstversuch vor der Kamera Drogen genommen. Die Niedersächsische Landesmedienanstalt hat nun geprüft: Die Rauschmittel seien nicht verharmlost worden.

Er schmiss sich Ecstasy und LSD, Speed und Ritalin rein. Er schrie aufgeputscht und euphorisiert in die Kamera, er lief aber auch verkatert mit dunklen Augenringen im Bild herum. Für das RTL-Format "Das Jenke-Experiment" hat der Fernsehreporter Jenke von Wilmsdorff allerlei illegale Substanzen im Selbstversuch eingenommen und die Folgen von seinem Team dokumentieren lassen. 2,44 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren sahen dabei am Montag um 21.15 Uhr zu.

Die zuständige Niedersächsischen Landesmedienanstalt in Hannover prüfte daraufhin, ob die Ausstrahlung jugendgefährdend gewesen sei. RTL hatte die Vorwürfe zurückgewiesen: "Drogenkonsum wird nicht verherrlicht, sondern eingeordnet, um vor den zerstörerischen Konsequenzen zu warnen", sagte eine Sendersprecherin.

Dieser Einschätzung schlossen sich nun die Medienwächter an. Es sei keine Jugendgefährdung festgestellt worden, teilte eine Sprecherin der Medienaufsicht in Hannover mit: Der Konsum von Drogen sei weder verharmlost noch verherrlicht worden, einen Verstoß gegen den Jugendmedienschutz habe es nicht gegeben.

feb/dpa
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