"Unser Star für Baku" ARD und ProSieben stellen Kooperation in Frage

Hohe Erwartungen, schwache Quoten: Die Castingshow "Unser Star für Baku" steht in ihrer jetzigen Form vor dem Aus. Nach SPIEGEL-Informationen wollen ARD und ProSieben das gemeinsame Format grundsätzlich überdenken. Die ARD könnte sich eine Neuauflage auch ohne Raab vorstellen.

"Unser Star für Baku"-Juroren Sueggeler, D, Raab: Neuauflage unwahrscheinlich
dapd

"Unser Star für Baku"-Juroren Sueggeler, D, Raab: Neuauflage unwahrscheinlich


Hamburg/Berlin - Das Juroren-Triumvirat Thomas D, Alina Sueggeler und Stefan Raab hatte sich stets alle Mühe gegeben, beim Eurovisions-Vorentscheid Stimmung in die Bude zu bringen. Trotzdem wollte der gemeinsam von ARD und ProSieben produzierten Castingshow "Unser Star für Baku" kaum jemand regelmäßig zuschauen - da konnte auch Sieger und Knuddelbär Roman Lob nicht helfen. Aufgrund der schwachen Quoten wird es die Sendung im kommenden Jahr so wohl nicht wieder geben.

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Heft 22/2012
Wege zu einem würdevollen Sterben

Nach Informationen des SPIEGEL stellen die Verantwortlichen beider Sender das gesamte Konzept der Show in Frage. In ihrer jetzigen Form werde die Sendung wohl kaum fortgesetzt, heißt es in der ARD. ProSieben sieht für den Quotenschwächling zur Primetime keine Chance mehr. Entschieden werde über die Sendung allerdings erst nach dem ESC-Finale am Samstag.

Von Anfang an blieb das aufwendig produzierte und beworbene Format hinter den Erwartungen zurück. Schon die zweite Folge wollten nur 1,7 Millionen Zuschauer sehen - das war gerade mal ein Gesamtmarktanteil von 5,4 Prozent.Lediglich Auftakt und Finale konnten zufriedenstellende Zuschauerzahlen erreichen.

Bei der ARD gibt es offenbar schon Überlegungen für eine neue Variante der Kandidatensuche - eventuell auch ohne Stefan Raab. Die ARD hatte 2010 zum ersten Mal mit ihm und dessen Stammsender ProSieben gemeinsam den deutschen Eurovisions-Kandidaten gesucht - und dabei die spätere Gewinnerin Lena Meyer-Landrut gefunden.

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insgesamt 20 Beiträge
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mcmercy 25.05.2012
1.
Was an allen Castingshows ungeheuer nervt ist das ständige sinnentleerte Gelaber von Juroren und Moderatoren. Da wird jeder Kandidat in den Himmel gelobt und das dann von 3 Juroren in fast der gleichen Wortwahl das einem schon schlecht wird damit nicht genug wiederholt ein grenzdbile/r Moderator/in das ganze dann nochmal um Sendezeit zu füllen. Auf die Spitze getrieben hat das DSDS, wäre da nicht ab und zu ein bissiger Kommentar von Bohlen, müsste einem vor lauter Süßholzraspelei spei übel werden. Ich schau sowas daher nur noch äußerst selten. Leute keiner will Euer langweiliges Gesülze hören, lasst die Leute singen und gut ist.
DerZauberer 25.05.2012
2. optional
... es interessiert natürlich niemanden, dass eben parallel das deutlich interessantere und spannendere "The Voice Of Germany" lief, und bestimmt noch 2-3 andere Castingshows. Das macht es schon schwer, die Zuschauer zu begeistern - ist eben einfach zuviel!
timo1988 25.05.2012
3. Es wird mal wieder Zeit...
... den etablierten deutschen Musikern die Chance zu geben für unser Land am ESC teilzunehmen. "Unser Star für..." war zwar erfolgreich unabhängig von den Quoten, doch wie oft wird man wohl noch so charismatische Kandidaten wie Lena und Roman finden ?! Es wäre mal wieder Zeit für echte Profis, davon haben wir ja eigentlich genug und auch das Image des ESC hat sich ja wahrlich gebessert in den letzten Jahren. Also los geht´s.
neu_ab 25.05.2012
4.
Was ein Kulturland nicht braucht, sind unter anderem sogenannte Castingshows.
tüttel 25.05.2012
5. Auch Profis
Helfen würde wohl auch, nicht nur Amateure und Halbprofis, sondern auch richtige gestandene Sänger und Gruppen zuzulassen. Bei Amateuren kann es zwar mal einen Glückstreffer wie Lena geben, aber eben nicht immer. Insofern ist das alleinige Amateurkonzept wohl etwas schmalspurig und trägt auch deshalb nicht dauerhaft.
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