Deutscher Fernsehpreis 2022 Joko Winterscheidt für ProSieben-Quiz »Wer stiehlt mir die Show?« ausgezeichnet

Joko Winterscheidt, Markus Feldenkirchen, »Faking Hitler« und »Die Wannseekonferenz«: In 30 Kategorien ist der Deutsche Fernsehpreis verliehen worden.
Joko Winterscheidt mit Auszeichnung: »Ich hätte niemals gedacht, dass das wirklich realistisch möglich ist.«

Joko Winterscheidt mit Auszeichnung: »Ich hätte niemals gedacht, dass das wirklich realistisch möglich ist.«

Foto:

Marius Becker / dpa

Moderator Joko Winterscheidt (43) hat mit seiner ProSieben-Sendung »Wer stiehlt mir die Show?« abermals den Deutschen Fernsehpreis gewonnen. Bereits im vergangenen Jahr war das Format als beste Unterhaltungsshow ausgezeichnet worden. »Ich hätte niemals gedacht, dass das wirklich realistisch möglich ist«, sagte der etwas verdatterte Winterscheidt über die erfolgreiche Titelverteidigung.

Bei »Wer stiehlt mir die Show?« muss der Showmaster seinen Job gegen mehrere Kandidaten verteidigen. Je nach Ausgang wechselt die Moderation bei der nächsten Ausgabe. Winterscheidt hat das Format erfunden. Es hat schon mehrere Preise gewonnen.

Moderator und Musiker Giovanni Zarrella, der im ZDF die »Die Giovanni Zarrella Show« präsentiert, wurde am Mittwochabend für die beste Einzelleistung als Unterhaltungsmoderator ausgezeichnet.

Preise in insgesamt 30 Kategorien

In der Kategorie »Bester Fernsehfilm« holte sich das ZDF mit »Die Wannseekonferenz« den Preis. Als beste Drama-Serie wurde »Faking Hitler« (RTL+) über die gefälschten Hitler-Tagebücher ausgezeichnet. Über die Trophäe für den besten Mehrteiler konnte sich der Streaming-Dienst Netflix freuen: Es gewann »The Billion Dollar Code«. Beste Comedy/Late Night ist »LOL – Last One Laughing«.

SPIEGEL-Redakteur Markus Feldenkirchen bekam den Preis für bestes Infotainment für das WDR-Format »Konfrontation«, bei dem er Robert Habeck und Karl Lauterbach traf. Insgesamt gibt es in 30 Kategorien Preise für die Fernsehschaffenden in Deutschland.

Unter den Journalistinnen und Journalisten wurde die ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf für ihre Berichterstattung aus der Ukraine ausgezeichnet. Eigendorf widmete ihn allen Reportern, die in der Ukraine arbeiten – »allen, die diesen Job hier machen«.

Bei den Schauspielerinnen konnte sich Friederike Becht (»Schneller als die Angst«, ARD) durchsetzen, bei den Schauspielern Moritz Bleibtreu (»Faking Hitler«, RTL+). Den Ehrenpreis bekam Schauspielerin Iris Berben (»Altes Land«).

Der Deutsche Fernsehpreis wird seit dem Jahr 1999 für hervorragende TV-Leistungen verliehen. Getragen wird er von ZDF, Sat.1, ARD, Deutscher Telekom und RTL. Die Federführung hatte 2022 das ZDF. Die Verleihung wurde diesmal auf zwei aufeinanderfolgende Gala-Abende aufgeteilt. Die Show am Mittwoch war die zweite.

mgo/jso/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.