Nach rassistischer Aussage RTL wirft Janina Youssefian aus »Dschungelcamp«

Für Janina Youssefian ist vorzeitig Schluss im »Dschungelcamp«. Bei einem Streit hat sie ihre Mitkandidatin Linda Nobat rassistisch beleidigt. RTL erklärt: Man dulde ein derartiges Verhalten nicht.
Janina Youssefian (Archivbild 2019): Sie wurde nach einer erweiterten Bekanntschaft mit Dieter Bohlen als »Teppichluder« bekannt

Janina Youssefian (Archivbild 2019): Sie wurde nach einer erweiterten Bekanntschaft mit Dieter Bohlen als »Teppichluder« bekannt

Foto:

Felix Hörhager / dpa

Nach einer rassistischen Äußerung gegenüber Linda Nobat hat der Sender RTL Kandidatin Janina Youssefian am Montag vorzeitig aus dem »Dschungelcamp« geworfen. Die 39-Jährige wurde von Mitarbeitern aus dem Camp herausbegleitet.

Ihr Mitwirkendenvertrag sei gekündigt worden und sie werde zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Heimreise antreten, teilte RTL via Twitter mit .

»RTL duldet ein derartiges Verhalten nicht«, hieß es. Man verurteile »jegliche Form von Rassismus sowie Diskriminierung auf das Schärfste« und gebe »Personen, die dieser Haltung nicht entsprechen, keine Bühne«.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Youssefian und ihre Mitkandidatin Nobat waren nach einer gemeinsam überstandenen Dschungelprüfung in einen heftigen Streit geraten und hatten sich gegenseitig beleidigt. In diesem Zusammenhang äußerte sich Youssefian rassistisch gegenüber Nobat und sagte »Geh doch zurück in den Busch, wo du hingehörst.«

Das wurde von den anderen Kandidatinnen und Kandidaten umgehend kritisiert: »Das geht so nicht, so was bleibt heutzutage nicht mehr ohne Folgen«, sagte etwa Jasmin Herren. Und Harald Glööckler erklärte: »Da denk ich mir, geht's noch? Unsäglich peinlich.«

Youssefian versuchte noch, sich bei Nobat zu entschuldigen: »Es tut mir leid, wenn das rassistisch rüberkam. Das war nicht so gemeint.« Die ehemalige »Bachelor«-Kandidatin nahm die Entschuldigung jedoch nicht an. Sie habe Youssefian gehört, wolle ihr aber in Zukunft aus dem Weg gehen, kündigte sie an. »Wer etwas Rassistisches sagt, ist auch Rassist«, sagte die 26-Jährige.

In der Geschichte der Sendung gab es erst einen vergleichbaren Fall: 2008 flog in der dritten Staffel der Rapper DJ Tomekk raus, nachdem ein Privatvideo von ihm aufgetaucht war, auf dem der damals 32-Jährige den Hitlergruß zeigte. Seitdem habe es keine solche Situation mehr gegeben, sagte ein RTL-Sprecher.

Die 15. Staffel der Realityshow »Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!« hatte am Freitag begonnen. Der Gewinner oder die Gewinnerin soll am 5. Februar feststehen. Die Sendung wird diesmal in Südafrika gedreht – statt wie bisher in Australien.

In diesem Jahr sind elf Kandidatinnen und Kandidaten ins »Dschungelcamp« gezogen . Ursprünglich hätten es zwölf sein sollen, doch der Sänger Lucas Cordalis war am Drehort Südafrika positiv auf das Coronavirus getestet worden. RTL und Cordalis hatten zunächst noch auf einen verspäteten Einzug gehofft. Am Sonntagabend erklärten dann aber die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich, das Risiko sei einfach zu groß – und Cordalis werde nicht nachziehen.

aar/dpa