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Dschungel-Aus für Rainer Langhans: "Jetzt, wo du alles im Griff hast"

Foto: Tobias Hase/ picture alliance / dpa

Dschungelcamp Rainer Langhans fliegt aus der RTL-Kommune

Er gab den Tiefen-Psychologen des Dschungelcamps, versuchte vor allem die Gedanken- und Gefühlswelt der Camp-Zicke Sarah zu verstehen. Doch das war den RTL-Zuschauern offenbar zu langweilig. Sie schickten Alt-Kommunarden Rainer Langhans nach Hause.

Köln/Hamburg - Am Dienstagabend zeigte Rainer Langhans noch einmal, was ihm den Namen "Dr. Sommer des Dschungelcamps" eingebracht hatte: Der Alt-Kommunarde versuchte seinen Camp-Genossen die Gefühlswelt von Sarah Knappik zu erklären: "Jay ist für sie jemand, den sie lieben möchte", so Langhans. Sie habe sich mit ihm getroffen, um im Camp eine Liebesgeschichte aufzuziehen. Doch "Jay hat in ihren Augen mit dieser Liebe gespielt", dann sei diese Liebe in einen gewissen Hass umgeschlagen. "Wie das immer bei so einer Liebe ist."

Doch mit dieser küchenpsychologischen Erklärung, warum Camp-Zicke Sarah nach einem Streit mit Sänger Jay Khan freiwillig ausgezogen war, konnte Langhans bei den Zuschauern nicht punkten: Der 70-Jährige bekam am Dienstagabend die wenigsten Anrufe bei der Telefonabstimmung der RTL-Sendung.

Extrem betrübt, mit hängendem Kopf und Unverständnis im Blick, saß Langhans im Kreis der Camp-Bewohner. "Jetzt musst du gehen, wo du alles im Griff hast", sagte ein Mitbewohner, woraufhin Teamleiter Langhans lediglich ein knappes "genau" herauspresste.

Vor dem Einzug ins Dschungelcamp war dem Mitbegründer der Kommune I, der auf dem berühmten Foto der barbusigen Uschi Obermaier zu sehen ist, großes Unterhaltungspotential zugetraut worden. Doch Langhans blieb hinter den Erwartungen zurück: Neben seinen therapeutischen Einsätzen machte er vor allem damit Schlagzeilen, dass er hungerte - um zu sehen, wie es sich mit einem "sehr reduzierten Körper" lebt. Das Ergebnis: schlaffes Herumliegen auf dem Feldbett. Auch als Teamchef setzte Langhans auf Minimalismus in Form von Selbstorganisation. Nun muss er das Camp verlassen.

Bis auf wenige gemurmelte Worte ließen ihm die anderen sechs Bewohner kaum Zeit für eine Reaktion. Sie diskutierten darüber, warum die Moderatoren Sonja Zietlow und Dirk Bach als zweiten Kandidaten für einen möglichen Rauswurf Jay Khan genannt hatten. Dieser hatte sich zuletzt heftig mit Model Sarah gezofft, die das Camp daraufhin freiwillig verließ.

Sie erklärte im sogenannten Dschungeltelefon, sie habe "keine Lust, mit Lügnern zusammenzuleben, mit Schauspielern". Daran gehe sie kaputt. Sie sei immer ehrlich gewesen, betonte sie. Sarah hatte Jay beschuldigt, bei einem Treffen vor der gemeinsamen Dschungelzeit eine inszenierte Liebesgeschichte geplant zu haben. Jay streitet das ab.

Mehr als acht Millionen Menschen hörten den entscheidenden Satz der Blondine: "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" Mit exakt 8,34 Millionen Zuschauern konnte das Dschungelcamp vom Dienstag zwar den Montag (8,66 Millionen) nicht toppen. Aber in der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer erreichte RTL mit 50,3 Prozent den Bestwert in der laufenden Staffel.

Nach dem Auszug von Sarah haben sich die Dschungelbewohner nun auf Peer Kusmagk eingeschossen: Der TV-Moderator war von Sarah in die Geschichte eingeweiht worden und wollte nicht klar Position beziehen.

siu/dpa