Für Warner-Streamingkanal Neue "Dune"-Serie in Planung

Regisseur Denis Villeneuve arbeitet derzeit an einer Kino-Neuverfilmung des Science-Fiction-Klassikers "Der Wüstenplanet". Dabei soll es nicht bleiben, der Stoff wird auch zur Grundlage für eine Serie.

Regisseur Denis Villeneuve
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Regisseur Denis Villeneuve


"Dune: The Sisterhood" ist der Titel einer neuen Serie, die der Unterhaltungskonzern WarnerMedia für seinen geplanten Streamingservice in Angriff nimmt. Zu den kreativen Köpfen dahinter zählt der frankokanadische Regisseur Denis Villeneuve, der den Klassiker "Der Wüstenplanet" des Scifi-Autors Frank Herbert gerade für das Kino neu verfilmt.

Die Geschichte der "Dune"-Serie soll sich auf den weiblichen Orden der Bene Gesserit konzentrieren, die in der Welt des Fortsetzungsromans eine wichtige Rolle spielt. Die Angehörigen des Ordens verfügen über außergewöhnliche mentale und körperliche Fähigkeiten, die sie für ihre eigenen Ziele einsetzen.

Denis Villeneuve wird die Pilotfolge der Serie inszenieren und sie produzieren. Das meldet das Branchenmagazin "Variety". Das Drehbuch schreiben er und Jon Spaiths, die beiden kooperierten auch schon für das Script zum neuen Kinofilm (geplanter US-Start: 20. November 2020). Die Produktionsfirma Legendary Pictures hatte schon zuvor angekündigt, "Dune" auf mehreren Plattformen auswerten zu wollen.

Herberts Monumentalwerk besteht aus sechs Romanen, die zwischen 1965 und 1985 erschienen. Nach seinem Tod 1986 entstanden aus dem Stoff zwei weitere Trilogien, die Herberts Sohn Brian als Ko-Autor verfasste. Der erste Original-Roman "Der Wüstenplanet" wurde 1984 bereits von David Lynch verfilmt, das Ergebnis gilt als einer der größten Flops der Filmgeschichte. Im Jahr 2000 versuchte sich eine Serie daran, den ausufernden Plot visuell umzusetzen.

WarnerMedia ist Teil des Konglomerates AT&T, das den Launch seines Streamingkanals in den USA noch für 2019 plant. Als weitere Originalserien stehen bisher der zehnteilige Polizei-Thriller "Tokyo Vice" mit Ansel Elgort fest und die ebenfalls zehnteilige Liebeskomödie "Love Life" mit Anna Kendrick. Laut "Variety" ist auch eine Animationsserie auf Basis der "Gremlins"-Filme in Planung.

Aktuell berichtet das "Wall Street Journal", AT&T wolle seinen Streamingservice in Kombination mit HBO und dessen Schwesterkanal Cinemax anbieten. Das Gesamtpaket solle zwischen 16 und 17 Dollar im Monat kosten - hochpreisig angesichts der Konkurrenz von Disney+, die am 12. November mit einem Monatsbeitrag von 6,99 Dollar an den Start geht.

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insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
Freidenker10 11.06.2019
1.
Die Version von David Lynch war ein total verkanntes Meisterwerk, wird Zeit das dies endlich mal korrigiert wird!
machinista 11.06.2019
2. Wieso teuer?
"Aktuell berichtet das "Wall Street Journal", AT&T wolle seinen Streaming-Service in Kombination mit HBO und dessen Schwesterkanal Cinemax anbieten. Das Gesamtpaket solle zwischen 16 und 17 Dollar im Monat kosten - hochpreisig angesichts der Konkurrenz von Disney+, die am 12. November mit einem Monatsbeitrag von 6,99 Dollar an den Start geht." Also: HBO kostet $14,99 pro Monat, Cinemaxx nochmal $9,99 /Monat. 17 Dollar für das Gesamtpaket wäre da alles andere als hochpreisig.
order66 11.06.2019
3.
David Lynch hat zwar einen Flop produziert, allerdings eine wirklich gelungene Umsetzung des Stoff geschaffen. Da muss man erstmal hin....
Thorongil 11.06.2019
4.
Zitat von Freidenker10Die Version von David Lynch war ein total verkanntes Meisterwerk, wird Zeit das dies endlich mal korrigiert wird!
Spätestens wenn du 1/4 der Buchvorlage dem Kinobesucher als Texteinblendung präsentierst, merkst du dass du versagt hast. Er hätte noch 1-2 Stunden mehr Laufzeit benötigt. David Lynch wusste auch, dass er versagt hat (er lies ja seinen Namen aus der Kinofassung die ihm aufgezwungen wurde tilgen). Die existenten Teile des Films sind aber in der Tat ein großartiges Meisterwerk.
Horst Scharrn 11.06.2019
5.
Cool, noch ein weiterer Streamingdienst. Demnächst braucht man dann 20 verschiedene davon um alles zu schauen was man möchte. Und alle kosten monatlich natürlich auch was. Wer alles gucken will zahlt dann insgesamt irgendwas zwischen 100 und 200 Euro
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