US-Fernsehpreis "Homeland" räumt bei den Emmys ab

Der große Favorit ging diesmal leer aus: "Mad Men" war in 17 Kategorien für einen Emmy nominiert - und hat keinen einzigen bekommen. Der große Gewinner des Abends war eine neue Serie über die Schattenseiten von Amerikas Krieg gegen den Terror.
US-Fernsehpreis: "Homeland" räumt bei den Emmys ab

US-Fernsehpreis: "Homeland" räumt bei den Emmys ab

Foto: JOE KLAMAR/ AFP

Los Angeles - Die US-Erfolgsserie "Mad Men" ist bei den Emmys überraschend leer ausgegangen. Große Gewinner waren stattdessen die Spionagereihe "Homeland" und die Comedyserie "Modern Family", die jeweils in vier Kategorien ausgezeichnet wurden.

Claire Danes und Damian Lewis aus "Homeland" wurden als beste Hauptdarsteller ausgezeichnet. Die seit einem Jahr laufende Serie um einen Kriegsheimkehrer unter Terrorverdacht setzte sich auch in der wichtigen Kategorie "Bestes Drama" durch. In "Homeland" geht es um eine CIA-Agentin (Danes), die einem angeblichen Schläfer (Lewis) auf die Spur kommen will. Die Serie zeichnet das Bild eines tief verunsicherten Amerikas.

"Mad Men", die Serie über eine New Yorker Werbeagentur in den sechziger Jahren, hatte in den vergangenen vier Jahren jeweils den wichtigsten Emmy gewonnen. Hauptdarsteller Jon Hamm musste sich in der Kategorie "bester Schauspieler" nun ebenso geschlagen geben wie Bryan Cranston aus "Breaking Bad". Für die Serie um einen Chemielehrer, der zum Drogenboss wird, gewann Aaron Paul die Auszeichnung als bester Nebendarsteller.

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Emmy Awards: Triumph für "Homeland"

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Auch nach dem Ausscheiden von Charlie Sheen wurde die Comedyserie "Two And A Half Men" ausgezeichnet: Jon Cryer erhielt den Preis für den besten Komödianten. "Keine Panik, Leute, irgendetwas ist offensichtlich total schief gelaufen", witzelte Cryer - noch auf dem Roten Teppich hatte er gesagt, er sei sicher, nicht ausgezeichnet zu werden. Ashton Kutcher, der Sheen seit dessen Weggang ersetzt, war nicht nominiert.

Beste Komödie wurde zum dritten Mal in Folge "Modern Family", bester Spielfilm "Game Change" über die einstige republikanische Anwärterin auf die US-Vizepräsidentschaft, Sarah Palin. Hollywoodstar Julianne Moore erhielt für ihre Darstellung Palins ihren ersten Emmy. Kevin Costner gewann als Darsteller in der Miniserie "Hatfield & McCoys".

hut/AP/AFP/dpa
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