Emmy-Rekord "Game of Thrones" 32-mal nominiert

Das "Game of Thrones"-Finale spaltete die Fans, bei den Emmy-Nominierungen räumte die Serie jetzt aber noch mal ab. Weitere Favoriten für die Verleihung im September sind "The Marvelous Mrs. Maisel" und "Chernobyl".

Kit Harington in "Game of Thrones": meistprämierte Serie der US-Fernsehgeschichte
Sky/ HBO

Kit Harington in "Game of Thrones": meistprämierte Serie der US-Fernsehgeschichte


"Game of Thrones" galt jahrelang als einer der Abräumer bei den Emmys - in diesem Jahr ging die Fantasy-Serie mit ihrer letzten Staffel ins Rennen, die von Fans und Kritik kontrovers diskutiert wurde. Auch wenn nicht klar ist, wie viele Trophäen sie am Ende tatsächlich gewinnen wird - bei den Emmy-Nominierungen setzt die Serie zumindest eindeutig weiter Maßstäbe: 32-mal wurde die Fantasy-Reihe insgesamt nominiert, so häufig wie noch keine andere Sendung zuvor in einem Emmy-Jahrgang - bisheriger Rekordhalter war die Polizeiserie "NYPD Blue", die 1994 insgesamt 27-mal nominiert wurde.

Im vergangenen Jahr war "Game of Thrones" 22-mal nominiert gewesen, schon jetzt ist die in Deutschland bei "Sky Atlantic HD" laufende Reihe mit 47 Auszeichnungen die meistprämierte Serie der US-Fernsehgeschichte.

Unter anderem können die Schauspieler Kit Harington und Emilia Clarke für ihre Hauptrollen als Jon Snow und Daenerys Targaryen auf eine Auszeichnung hoffen. Auch in der Hauptkategorie "Beste Dramaserie" ist "Game of Thrones" nominiert, hier könnten außerdem unter anderem "Bodyguard", "Pose" und "This is Us" gewinnen.

Als weitere Favoriten gehen in diesem Jahr ins Emmy-Rennen: die Amazon-Comedy-Serie "The Marvelous Mrs. Maisel" über eine Hausfrau, die beginnt, als Stand-up-Comedian zu arbeiten (20 Nominierungen), der HBO-Hit "Chernobyl" (19 Nominierungen) und die US-Sketch-Show "Saturday Night Live" (18 Nominierungen). Die Mini-Serie "When They See Us", die den realen Fall von fünf zu Unrecht verurteilten Jugendlichen erzählt, wurde 16-mal nominiert.

Auffällig ist in der Gesamtschau der Nominierungen zudem auch der Siegeszug neuer Anbieter: Mit 137 Nominierungen führt zwar der US-Kabelanbieter HBO die Liste an, aber die Streamingdienste Netflix mit 117 Nominierungen und Prime Video von Amazon mit 47 Nominierungen werden seit einigen Jahren immer wichtiger. Der Traditionssender NBC liegt mit 58 vorgeschlagenen Auszeichnungen auf Rang drei.

Von der Kritik gefeierte Serien wie "Big Little Lies", "The Handmaid's Tale" oder auch "Stranger Things"schafften es allein wegen des Ausstrahlungstermins der jeweils aktuellen Staffel nicht ins Rennen - nominiert werden konnte nur, was vor Juni ausgestrahlt wurde.

Im vergangenen Jahr war "The Marvelous Mrs. Maisel" mit acht Auszeichnungen der große Gewinner bei den Emmys, auch "Game of Thrones" räumte damals in wichtigen Kategorien ab.

Die Emmys werden in rund 120 Kategorien von etwa 24.000 Mitgliedern der Television Academy vergeben, die Preisverleihung findet am 22. September in Los Angeles statt. Einen Überblick über alle Nominierten finden Sie auf der Homepage der Emmys.

eth/AP/dpa

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