Enttäuschende Quoten ZDF-Komödie sticht ARD-Experiment

Das war erwartbar - und schmerzt doch: Mit ihrem TV-Experiment "Dreileben", in dem ein Kriminalfall aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, ist die ARD quotenmäßig untergegangen. Die Filmtrilogie kam auf maximal 2,61 Millionen Zuschauer - und das bei schwacher Konkurrenz.

WDR

Hamburg - Hoffentlich beherzigt ARD-Programmchef Volker Herres seine eigene Vorgabe. "Hier ist in erster Linie die Innovation ausschlaggebend", sagte er SPIEGEL ONLINE vor der Ausstrahlung des TV-Experiments "Dreileben". "Da schauen wir nicht so sehr auf Zuschauerzahlen." Das sollte er tatsächlich besser nicht, denn die Quoten von "Dreileben" sind ernüchternd. Der erste Teil der Filmtrilogie "Etwas Besseres als der Tod" von Christian Petzold erreichte um 20.15 Uhr bescheidene 2,61 Millionen Zuschauer. Das entspricht einem Marktanteil von 8,7 Prozent. Die Wiederholung der Komödie "Butter bei die Fische" im ZDF kam dagegen auf mehr als doppelt so viele Zuschauer und einen Marktanteil von 18,7 Prozent, was gleichzeitig den Tagessieg bedeutet.

Von dem ohnehin schon niedrigen Niveau ging es für die zwei Folgefilme von "Dreileben" weiter bergab. "Komm mir nicht nach" von Dominik Graf verzeichnete um 21.45 Uhr noch 1,84 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 8,0 Prozent), Christoph Hochhäuslers Beitrag "Eine Minute Dunkel" um 23.30 verlor noch einmal eine Million Zuschauer und schloss die Trilogie um ein Uhr nachts mit 0,8 Millionen Zuschauern (Marktanteil 8,9 Prozent) ab.

Herres hatte im Interview bereits angekündigt, dass "Dreileben" ein Solitär im ARD-Programm bleiben werde: "Wir werden die Sehgewohnheiten der Zuschauer nicht in diesem Maße aufbrechen können und deshalb natürlich auch weiterhin gutes konventionelles Fernsehen machen."

hpi



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