Journalistische Fälschungen Sky produziert Doku über den Fall Relotius

Nach Michael »Bully« Herbig widmet sich nun auch der Streamingdienst Sky den Fälschungen von Claas Relotius. Eine Doku soll Aufstieg und Fall des ehemaligen SPIEGEL-Redakteurs beleuchten.
SPIEGEL-Verlagsgebäude in Hamburg

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Maxim Sergienko/ DER SPIEGEL

Erfundene Fakten, fiktive Szenen, ein außerordentlicher Skandal: Der Streamingsender Sky produziert einen Dokumentarfilm über den Fall Claas Relotius. »Die Relotius Affäre« soll im Frühjahr auf Sky und dem Portal WOW zu sehen sein.

Die Doku soll den schnellen Aufstieg und tiefen Fall des einstigen Reporters beleuchten, der die Öffentlichkeit jahrelang getäuscht hat. Dabei sollen ehemalige Kolleginnen und Kollegen zu Wort kommen und es soll die Geschichte jener Protagonisten erzählt werden, deren Story Relotius gefälscht hat. Regie führt Daniel Andreas Sager.

Am 19. Dezember 2018 hatte der SPIEGEL den Fälschungsfall im eigenen Haus öffentlich gemacht und leitete eine interne Untersuchung ein: Der Reporter Claas Relotius hatte über Jahre hinweg Texte geschrieben und veröffentlicht, von denen viele mindestens in Teilen frei erfunden waren. Relotius hatte für seine Reportagen zahlreiche Journalistenpreise erhalten. Nach einer gemeinsamen Recherche kam ihm schließlich sein Kollege Juan Moreno auf die Schliche (hier mehr dazu im Video).

Auf der Basis von Morenos Buch »Tausend Zeilen Lüge« drehte Michael »Bully« Herbig einen satirischen Film über den Fall Relotius mit Jonas Nay und Elyas M’Barek in den Hauptrollen, der dieser Tage in die Kinos kommt.

Der Fall Relotius

Im Dezember 2018 machte der SPIEGEL die Fälschungen seines ehemaligen Redakteurs Claas Relotius öffentlich und leitete eine interne Untersuchung ein. Jetzt läuft in den Kinos der satirische Film »Tausend Zeilen« über den Fall. Hier lesen Sie, wie der SPIEGEL den Fall aufgearbeitet und welche Schlüsse er daraus gezogen hat.

red
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