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23. Juni 2016, 09:58 Uhr

Kriegsfilm-Klassiker

"Das Boot" sticht wieder in See

Eine der besten deutschen Serien wird fortgesetzt: "Das Boot" soll 2018 mit acht neuen Folgen zurück ins TV kommen. Vorlage sind erneut die Bücher von Lothar-Günther Buchheim.

Sie ist einer der größten künstlerischen und kommerziellen Erfolge seriellen Erzählens im deutschen Fernsehen: Die Miniserie "Das Boot", die auf dem gleichnamigen Kinofilm von 1981 fußte und 1985 in der ARD ausgestrahlt wurde. Fast 35 Jahre später soll sie fortgesetzt werden: 2018 laufen acht jeweils einstündige Folgen. Das meldet die Presseagentur dpa.

An der Fortsetzung ist kein öffentlich-rechtlicher Sender beteiligt. Gestemmt wird sie von Bavaria Film und dem Bezahlsender Sky. Das Budget soll 25 Millionen Euro betragen. Zu Darstellern, Regie und Inhalt ist noch nichts bekannt. Die neue Serie soll aber wieder auf einem Roman von Lothar-Günther Buchheim basieren, der mit seinem Epos "Das Boot" auch schon die Vorlage für das Original geliefert hatte.

Buchheim war während des Zweiten Weltkrieges selbst als Kriegsberichterstatter auf U-Booten mitgefahren, verarbeitete literarisch also eigene Erfahrungen. Nach dem ersten Roman schrieb er die Fortsetzung "Die Festung", auch sein letztes Buch "Der Abschied" knüpfte lose an die Geschichte an.

Die Verfilmung von Wolfgang Petersen wurde wegen seiner atemberaubenden Spannung, der intensiven Schauspielerleistungen und der klaustrophobischen Bildsprache hoch gelobt. In seiner Bearbeitung sind die U-Boot-Fahrer keine Helden, sondern kriegsmüde Männer, die überleben wollen - und auf ihrer Kaperfahrt doch zu Mördern werden.

Die Kinoversion von 1981 zählt zu den erfolgreichsten deutschen Filmen, war jedoch auf dramatische Höhepunkte verknappt und funktionierte eher als Actionfilm. Erst in der über 308-minütigen TV-Version entfaltete sich die epische Dramatik, die den Film zum Klassiker werden ließ. 1997 erschien noch ein 208-minütiger Director's Cut, der eine Mischung aus Kinofilm und Serie versuchte.

2018 wird das Jahr der Mega-Produktionen im deutschen Fernsehen, dann wird auch der ambitionierte Mehrteiler "Berlin Babylon" von Regisseur Tom Tykwer seine Premiere in der ARD feiern. Auch an diesem Projekt ist der Bezahlsender Sky beteiligt.

kae/dpa

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