Fortsetzung von "Das Boot" Nachfolger für Wolfgang Petersen gefunden

"Das Boot", eine der besten deutschen Serien aller Zeiten, soll 2018 mit acht neuen Folgen zurück ins TV kommen. Jetzt steht der Regisseur fest: Es ist ein Österreicher mit Western-Erfahrung.

imago/ United Archives

Regisseur Andreas Prochaska wird die Fortsetzung der Miniserie "Das Boot" inszenieren. Das gab der Bezahlsender Sky bekannt, der zusammen mit der Bavaria Film die neuen Folgen in Auftrag gegeben habe. Der 52-jährige Wiener arbeitete schon für diverse TV-Formate, vom "Tatort" über "Soko Kitzbühel" bis "KDD - Kriminaldauerdienst". In Deutschland wurde Prochaska 2013 mit einem Kinofilm, dem Alpen-Western "Das finstere Tal", bekannt.

Die Miniserie "Das Boot" fußte auf dem gleichnamigen Kinofilm von Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1981 und wurde 1985 in der ARD ausgestrahlt. An der Fortsetzung ist nun kein öffentlich-rechtlicher Sender beteiligt, sie wird von Bavaria Film und dem Bezahlsender Sky gestemmt. Die Ausstrahlung ist für 2018 angesetzt, es soll acht jeweils einstündige Folgen geben. Das Budget soll 25 Millionen Euro betragen.

Die neue Serie basiert wieder auf einem Roman von Lothar-Günther Buchheim, der mit seinem Epos "Das Boot" auch schon die Vorlage für das Original geliefert hatte. Die Geschichte von "Das Boot - Die Serie" setzt 1942 direkt nach den Ereignissen des Vorgängers ein. Eine blutjunge Besatzung tritt ihre erste Feindfahrt in einem immer brutaler werdenden U-Boot-Krieg an. Währenddessen formiert sich im Hafen von La Rochelle die aufkommende Résistance.

Über die Darsteller ist bisher noch nichts bekannt. Von Andreas Prochaska wird als Nächstes der aufwendige, vom ORF produzierte Historiendreiteiler "Maximilian - Das Spiel von Macht und Liebe" zu sehen sein. Er feiert am 1. März in Österreich Premiere.

kae



insgesamt 74 Beiträge
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akkzent 23.02.2017
1. Das finstere Tal
Wenn Andreas Prochaska auch nur einen Hauch des Flairs von "Das finstere Tal" ins BOOT transportieren kann, glaube ich an das Projekt. Wer hätte denn vorher gedacht, dass (Achtung, kein Witz) ein österreichischer Regisseur Neowestern mit Tobias Moretti kann. Und das garantiert unverschämt gut!
lynx2 23.02.2017
2. Wer bei SPON schreibt denn so einen Mist, daß ..
.. Das Boot eine Serie gewesen wäre? Der Firm hatte Überlänge und wurde allenfalls in 2 Teilen gesendet.
LudwigN 23.02.2017
3.
Prochaska hat schon einige verdammt gute Arbeiten abgeliefert. Was der anfasst hat Hand und Fuss. Den Mann habe ich schon länger auf dem Radar, und ich sehe mir alles an was er inszeniert. Auf ihn kann Österreich stolz sein.
hup 23.02.2017
4. Braucht es das?
Absehbarer Weise noch mehr Geschichtsklitterung a la "unsere Mütter, unsere Väter" mit der Versöhnung des "guten Soldaten" und abgrenzender Darstellung des "bösen Systems". Kriegerklischees ohne Ende drohen am Horizont - Seelenbalsam für eine neue konservative Generation, die dringend hören will "es war ja nicht alles schlecht - dein Opa und Ur-Opa waren anständige Menschen, Täter und Mitläufer war immer irgendjemand anders", zumal ja die letzten Zeitzeugen sterben und man nun den Geschichtsumbau für die Nuller-Generation unwidersprochen einfacher betreiben kann. Um Kritik entgegenzuwirken wird natürlich auch das böse Regime schablonenhaft gezeigt werden und die gute Resistance - alles in einfachster Moral, gescriptet wie ein schlechter Tatort oder ein Rosamunde Pilcher Film der an der Front spielt. Moralfernsehen für die Deutschen, und weil's sicher a bissl Action hat und guten Production Value wird dieser Film auch in Ausland kommerziell gut ankommen, man hängt sich an den Ruhm von "Das Boot". Braucht es das? Nicht wirklich.
s.burkard 23.02.2017
5.
Zitat von lynx2.. Das Boot eine Serie gewesen wäre? Der Firm hatte Überlänge und wurde allenfalls in 2 Teilen gesendet.
Genau lesen, dann denken, dann schreiben. Wann und warum ist diese Vorgehensweise bloß so unpopulär geworden?
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