Bilder eines Lebens Fritz Pleitgen – Gesicht des WDR

Er arbeitete seit 1963 für den WDR und die ARD, als Korrespondent, als Chefredakteur, zwölf Jahre lang als Intendant. Im Ruhestand managte Fritz Pleitgen noch die Kulturhauptstadt Ruhr. Momente einer engagierten Karriere.
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Maus und mehr: Fritz Pleitgen war ein politischer Kopf und übte das Amt des WDR-Intendanten, das er zwölf Jahre lang innehatte, ausdrücklich als Journalist aus. Aber er konnte auch die heiteren Teile der Intendantenpflichten genießen: Hier präsentierte er 1998 mit Bundesfinanzminister Theo Waigel und Familienministerin Claudia Nolte zwei übergroße Briefmarken der Serie »Für die Jugend«.

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Ostblock-Experte: Fritz Pleitgens erste Korrespondenten-Station war Moskau. 1977 wechselte der ARD-Journalist nach Ost-Berlin.

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Unterwegs am Prenzlauer Berg: Fünf Jahre lang berichtete er als DDR-Korrespondent über die Politik Ost-Berlins, informierte aber auch über oppositionelle Strömungen und Dissidenten und prägte so nachhaltig das Bild der bundesdeutschen Öffentlichkeit über den anderen deutschen Staat.

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Immer am »Brennpunkt«: Nach Stationen in den Vereinigten Staaten kehrte Pleitgen als Fernseh-Chefredakteur zum WDR zurück. In dieser Funktion moderierte er aber regelmäßig selbst, den »Weltspiegel« etwa oder eben aktuelle Sondersendungen wie hier zum Golfkrieg am 22. Januar 1991.

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Radiomann aus Solidarität: Ab 1994 übernahm Fritz Pleitgen, dessen Journalistenkarriere nach Zeitungsanfängen vor allem im Fernsehen verlief, das Amt des Hörfunkchefs beim WDR. Er verwirklichte ein reines Wortprogramm, WDR 5, und hob den Sender 1LIVE fürs junge Publikum aus der Taufe.

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Fernsehgrößen im Wahlfieber: 1995 löste Pleitgen Friedrich Nowottny (2. von rechts) als Intendant des Westdeutschen Rundfunks ab. Er übte dieses Amt bis 2007 aus – obwohl er doch eigentlich nie ein Hierarch hatte werden wollen.

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Pensionär im Einsatz: Nach dem Ende seiner Intendanten-Tätigkeit genoss es Pleitgen, gelegentliche Reportagen zu drehen, so wie hier den Zweiteiler »Väterchen Don«.

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Gesicht seines Senders: »Ein großer Kapitän verlässt nun die Bühne des Lebens«, würdigte ihn der heutige WDR-Intendant und ARD-Vorsitzende Tom Buhrow. »Er hat den WDR geprägt wie kaum ein anderer. Fritz Pleitgen stand für Mut und Fairness, und er liebte seinen WDR.«

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Später Kulturmanager: Sein letztes Großprojekt war die Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Hier war er von 2007 bis 2011 Vorsitzender der Geschäftsführung und als solcher »das Gesicht des Reviers«.

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Reviergröße: Es ging Pleitgen darum, überholte Vorstellungen vom einstigen »Kohlenpott« abzubauen und neue Bilder vom Ruhrgebiet um die Welt zu schicken. Hier nimmt er 2016 Abschied vom deutschen Steinkohlebergbau auf dem ehemaligen Bergwerk Zollverein.

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Ehrenamt: Pleitgen 2019 mit Gesundheitsminister Jens Spahn in seiner Funktion als Präsident der Deutschen Krebshilfe. 2020 erkrankte er selbst an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

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Am Donnerstag ist Fritz Pleitgen im Alter von 84 Jahren gestorben, wie der WDR am Freitag bekannt gab.

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