"Game of Thrones" HBO plant vier Spin-off-Serien

2018 läuft die achte und letzte Staffel von "Game of Thrones". Sender HBO kündigt nun vier Spin-off-Serien an: Die potenziellen Ableger sollen zu verschiedenen Zeiten in der Geschichte der Fantasy-Saga spielen.
Jon Snow erlebt eine schwere Zeit

Jon Snow erlebt eine schwere Zeit

Foto: HBO/ Sky

Warum nur ein "Game of Thrones"-Spin-off produzieren, wenn man gleich mehrere machen kann? Stoff genug liefert die von George R.R. Martin erdachte Welt von Westeros (und Essos) allemal. Die Serie und auch die Bücher sind voll von Bezügen auf frühere Helden und vergangene Schlachten, für seine Fantasyromane entwickelte Martin eine ganz eigene Mythologie.

Entsprechend plant "Thrones"-Sender HBO gleich vier mögliche Spin-off-Serien ihrer Erfolgsproduktion. George R.R. Martin, der auch schon bei der Konzeption der Serie involviert war, soll gemeinsam mit vier Drehbuchautoren vier potenzielle Weiterentwicklungen der Fantasysaga entwerfen. Das gab der Sender jetzt bekannt. Nach der achten und letzten Staffel von "Game of Thrones", die 2018 erscheinen wird, sollen die Auskopplungen demnach verschiedene Zeiträume des riesigen und reichen Universums von George R.R.Martin erkunden.

Fotostrecke

"Game of Thrones": Der Schöpfer von Westeros

Foto: Bodo Marks/ dpa

Es ist also nicht ganz klar, ob die neuen Serien die aktuelle Geschichte von "Game of Thrones" in gewisser Weise weitererzählen sollen oder sich auf die Vergangenheit richten, also zeitlich vor dem "Game of Thrones"-Plot spielen werden. Bedenkt man, welch große Rolle vergangene Ereignisse für die Beziehungen und Intrigen in den verwobenen Erzählsträngen von "Game of Thrones" spielen, ist letztere Option wohl die Wahrscheinlichste. Mögliche Vorlagen für Serien-Plots böten die Rebellion von Robert Baratheon, die in Serie und Büchern immer wieder erwähnt wird, oder die Eroberung von Westeros durch die drachenreitenden Targaryens.

Wann die Serien starten könnten, ist noch unklar. "Wir werden uns so viel oder so wenig Zeit nehmen, wie die Autoren benötigen", sagte ein HBO-Sprecher  dem "Guardian". "Game of Thrones" ist nicht die erste Produktion, die aufgrund ihres Erfolgs nach dem offiziellen Serienende in die zweite Runde geht: 2015 hatte etwa der Sender AMC die beliebte Anwaltsfigur Saul Goodman aus der Serie "Breaking Bad" aufgegriffen und dessen Geschichte in dem Ableger "Better Call Saul" erzählt.

gia/dpa