Cersei Lannisters Schicksal in "Game of Thrones" Lena Headey hatte erst "gemischte Gefühle"

Offenbar fand "Game of Thrones"-Darstellerin Lena Headey das Schicksal ihrer Figur Cersei Lannister zuerst nicht besonders passend. Nun hat sie verraten, warum sie ihre Meinung geändert hat.

"Game of Thrones"-Darstellerin Lena Headey über das Schicksal ihrer Figur Cersei Lannister
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"Game of Thrones"-Darstellerin Lena Headey über das Schicksal ihrer Figur Cersei Lannister


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Rachsüchtig, bösartig, hinterlistig - so ist die Figur Cersei Lannister aus der Serie "Game of Thrones". Nicht von ungefähr steht sie am Ende quasi allein und isoliert da. Ihre Brüder haben sich von ihr distanziert, ihre Kinder und der Rest der Familie sind tot.

So dachte Schauspielerin Lena Headey, die die Rolle der Cersei Lannister spielt, dass es nur einen möglichen Tod für ihre Figur geben könnte: "Ich wollte etwas Größeres oder einen Kampf mit jemandem für sie", sagte sie dem Magazin "Entertainment Weekly".

Doch es kam anders und darüber hatte die 45-Jährige offenbar zuerst "gemischte Gefühle": Als Daenery Targaryens Drachen Drogon den Roten Bergfried angreift und dieser zusammenstürzt, stirbt Cersei Lannister am Ende eines ausweglosen unterirdischen Ganges des Gemäuers - in den Armen ihres Bruders und Liebhabers Jaime, gespielt von Nikolaj Coster-Waldau.

Gemeinsam gefangen spricht Jaime seine letzten Worte zu ihr: "Wir sind alles, was zählt."

Erst nach einem Gespräch mit Serienkollegen Coster-Waldau habe Headey ihre Meinung über das Schicksal ihrer Figur geändert - und es zu schätzen gelernt. "Je mehr wir uns darüber unterhalten haben, desto mehr schien es das perfekte Ende für sie zu sein", sagte sie. Cersei und Jaime "kamen zusammen auf die Welt und nun verlassen sie sie wieder gemeinsam."

Laut Headey habe Jaime Lannister es mit seiner Beziehung zu Brienne von Tarth zuvor geschafft, sich von Cersei zu befreien. "Die größte Überraschung dürfte sein, dass er zu ihr zurückgekommen ist." Letztlich gehörten sie zusammen. Cersei habe kurz vor ihrem Tod vielleicht "das erste Mal ihren Frieden gefunden."

Die letzten Momente der beiden Figuren waren aber offenbar auch für die Schauspieler nicht leicht: Headey habe Coster-Waldau noch nie so sentimental gesehen. "Er sagte zu mir: 'Was passiert mit mir?' Wir kuschelten weiter. 'Ich liebe dich.' Es war eigenartig." Sie seien gleichzeitig traurig und dankbar gewesen. "Es fühlt sich an wie ein Verlust, da es nichts Vergleichbares mehr für uns geben wird".

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