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Verleihung in Berlin: Goldene Kamera für Scarlett und Co.

Foto: Andreas Rentz/ Getty Images

Goldene Kamera Hollywood ist in Berlin

Warme Worte für Scarlett Johansson, ein Preis für Morgan Freeman und ein versauter Auftritt einer Blondine: Die Verleihung der Goldenen Kamera geriet zu einem Schaulaufen internationaler Stars. Doch auch die deutschen Fernsehschaffenden kamen nicht zu kurz.

Berlin - Auf dem roten Teppich herrschte gleich doppelter Gänsehautalarm: Die Herren freuten sich über den Anblick von Scarlett Johansson, Helene Fischer oder Verona Pooth. Und die Damen schritten tapfer bei eisigen Temperaturen in freizügigen Roben zur Berliner Ullsteinhalle - da zeigt sich, wer ein wahrer Profi ist. Und zur 47. Verleihung der Goldenen Kamera  kamen neben der deutschen Fernsehprominenz auch zahlreiche internationale Stars.

So wurde Scarlett Johansson als "Beste internationale Schauspielerin" ausgezeichnet. In seiner Laudatio bezeichnete Til Schweiger die 27-Jährige als charmant, tiefgründig und sexy. "Ihre Rollen wirken, als seien sie ihr auf den Leib geschrieben." Johansson selbst sagte in Anspielung auf einen ihrer Filmtitel, sie freue sich, dass ihre Arbeit nicht "Lost in Translation" sei - also auch international geschätzt werde.

Über eine solche Wertschätzung freute sich auch Schauspieler Morgan Freeman. Der 74-jährige Schauspieler, Produzent und Regisseur wurde für sein Lebenswerk geehrt und bedankte sich auf Deutsch: "Guten Abend Damen und Herren, danke schön." Auch Mario Adorf bekam für sein Lebenswerk eine Goldene Kamera. Seine Dankesrede schloss er mit den Worten: "Ich möchte klarstellen, dass ich als Kandidat für die Wahl zum Bundespräsidenten nicht zur Verfügung stehe."

Als beste deutsche Schauspieler wurden Dietmar Bär und Nina Kunzendorf ausgezeichnet. Bär mimte in dem ARD-Film "Kehrtwende" einen prügelnden Familienvater; Kunzendorf ist TV-Zuschauern aus dem neuen Frankfurter "Tatort" oder der ZDF-Produktion "Liebesjahre" bekannt. Diese wurde auch als bester Fernsehfilm gewürdigt.

Katrin Müller-Hohenstein erhielt die Trophäe in der Kategorie "Beste Information - Sportmoderatoren". "Ich falle jetzt gleich in Ohnmacht", sagte die ZDF-Moderatorin. "Das ist ein Knaller für mich." Sie würdigte in ihrer Dankesrede ihre Familie und auch ihren "tollen Ex-Mann". Moderator Markus Lanz pries die Musikshow "Voice of Germany" als beste Unterhaltungssendung dafür, dass sie ohne Häme auskommt.

In der Jury saßen neben Vertretern der Programmzeitschrift "Hörzu" auch der Comedian Michael Kessler, der TV-Journalist Theo Koll, die Schauspielerin Anna Loos, der Moderator Kai Pflaume und die Filmproduzentin Tanja Ziegler. Moderiert wurde die ZDF-Show von Hape Kerkeling. Angekündigt wurde er von den "Muppets" Kermit und Miss Piggy. Letztere, bekannt als blonde Puppendiva, hatte sich im silbernen Wagen zur Verleihung kutschieren lassen.

Insgesamt wurden die Preise in 14 Kategorien überreicht. Die Preisträger im Überblick:

Bester deutscher Fernsehfilm: "Liebesjahre" (ZDF)

Beste deutsche Schauspielerin: Nina Kunzendorf

Bester deutscher Schauspieler: Dietmar Bär

Beste Musik national: Helene Fischer

Beste Musik international: Caro Emerald

Lebenswerk Musik: Dionne Warwick

Beste Schauspielerin international: Scarlett Johansson

Bester Schauspieler international: Denzel Washington

Lebenswerk international: Morgan Freeman

Lebenswerk national: Mario Adorf

Beste Unterhaltung: "The Voice Of Germany"

Beste Information (Sportmoderatoren): Katrin Müller-Hohenstein

"Hörzu"-Leserwahl - Bester Comedian: Hape Kerkeling

Lilli Palmer und Curd Jürgens Gedächtniskamera (Nachwuchspreis): Liv Lisa Fries

aar/dpa/dapd/AFP
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