Reaktionen zum Tod von Hannelore Elsner "Ich habe mich jedes Mal ein Stückchen mehr in dich verliebt"

Von Politikern bis Schauspielkollegen: Der Tod von Hannelore Elsner wühlt viele auf. Auf Twitter kondolierte unter anderem Bundesaußenminister Heiko Maas, Doris Dörrie würdigte eine "große Abenteurerin".

Oliver Stratmann/ DPA

Nach dem Tod von Hannelore Elsner haben sich Persönlichkeiten aus der Film- und TV-Branche sowie aus der Politik bestürzt und traurig gezeigt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kondolierte dem Sohn der Schauspielerin: "Die Nachricht vom Tod Ihrer Mutter hat mich sehr erschüttert. Ich spreche Ihnen und der ganzen Familie mein tief empfundenes Beileid aus. Vielleicht kann es in dieser schweren Zeit tröstlich sein, dass viele Menschen in unserem Land Ihre Trauer teilen." Steinmeier schrieb weiter, dass Elsner in ihren vielen Rollen im Fernsehen, im Kino und auf der Bühne "uns Schwächen und Stärken der Menschen vor Augen geführt" habe.

Im Video: Hannelore Elsner im Interview (SPIEGEL TV 1995)

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Bundesaußenminister Heiko Maas schrieb auf seinem Twitteraccount: "Hannelore Elsner war nicht nur eine Ikone des deutschen Films - sei es in der Schwarzwaldklinik, im Tatort, als Kommissarin Lea Sommer oder in glänzenden Rollen wie in 'Die Unberührbare'. Sie setzte sich auch kraftvoll für den Zusammenhalt in unserem Land ein. Ihr Tod schmerzt."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich ebenfalls auf Twitter: "Bayern trauert um Hannelore Elsner. Sie war eine großartige Künstlerin und Persönlichkeit. Wir werden Hannelore Elsner sehr vermissen."

Trauer auch in der deutschen TV- und Kinobranche: Doris Dörrie, Autorin und Regisseurin von "Kirschblüten & Dämonen", einem der letzten Filme von Hannelore Elsner, veröffentlichte kurz nach der Meldung von Elsners Tod folgendes Statement: "Für mich war Hannelore Elsner eine große Abenteuerin, die sich mit Neugier, Hingabe und Tapferkeit in jede Rolle und in ihr Leben gestürzt hat. Ich werde sie sehr vermissen."

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Hannelore Elsner: Die Frau der vielen Rollen

Schauspielkollege Matthias Schweighöfer, der jüngst mit Elsner in der Kinokomödie "100 Dinge" spielte, schrieb auf Instagram einen Brief an seine Kollegin: "Liebe Hannelore, wir werden dich vermissen. Danke, dass ich nochmal mit dir zusammenarbeiten durfte. Du weißt ja, ich fand dich großartig und ich habe mich jedes Mal ein Stückchen mehr in dich verliebt. Du wirst sehr sehr fehlen."

Im SWR meldete sich Henry Hübchen zu Wort, an dessen Seite Elsner u.a. in der Komödie "Alles auf Zucker!" spielte: Ihr Tode habe ihn "eiskalt" erwischt, er sei "tieftraurig" über diese Nachricht. "Ich war immer froh gewesen, sie zu sehen. Wir haben immer geplant, nochmal zusammen zu arbeiten zu. Jetzt ist es zu spät."

Martin Moszkowicz, Vorstandsvorsitzender der Constantin Film, die mit Elsner unter anderem das Bushido-Biopic "Zeiten ändern Dich" umsetzten, schrieb in einer Stellungnahme seines Unternehmens: "Hannelore Elsner hat die deutsche Kino- und Fernsehwelt geprägt wie keine andere. Der deutsche Film ist nun ärmer. Wir verneigen uns vor der Leistung dieser großen Schauspielerin. Wir verlieren eine Freundin. Unsere Gedanken und Gebete sind bei ihren Angehörigen."

"Hannelore Elsner gehörte zu unseren regelmäßigen Gästen und war langjähriges Mitglied unseres Förderkreises", schrieb das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum auf Twitter. "Vor allem aber war uns die Schauspielerin eine liebe Freundin, über deren plötzlichen Tod wir sehr traurig sind."

Auch die Deutsche Aidsstiftung trauert auf Twitter: "Wir sind bestürzt über den Tod unseres Kuratoriumsmitglied Hannelore Elsner. Wir sind für ihr jahrzehntelanges Engagement für Menschen mit HIV/AIDS, z.B. als Schirmfrau unserer Kunstauktionen, sehr dankbar. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind bei ihrer Familie." Elsner hatte für ihr Engagement gegen AIDS 2005 das Bundesverdienstkreuz erhalten.

hpi/dpa

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