Zwischenfall in der ARD Feministin stört TV-Debatte bei "Hart aber fair"

Eigentlich sollte es bei Frank Plasberg um Tierliebe gehen - doch dann trat plötzlich eine Zuschauerin vor die Kamera. Sie wollte über Feminismus reden, der Moderator reagierte souverän.
Moderator Plasberg, Störerin in der Livesendung: Nach der Show noch Redebedarf

Moderator Plasberg, Störerin in der Livesendung: Nach der Show noch Redebedarf

Foto: ARD

In die Livesendung "Hart aber fair" von Frank Plasberg zum Thema Tierliebe hat es einen Zwischenfall gegeben. Plötzlich drängte am Montagabend eine Frau aus dem Publikum. Sie stellte sich vor das Podium mit den Gästen und sagte, sie würde gern mal eine Forderung in den Raum stellen.

ARD-Moderator Plasberg reagierte gelassen und bat sie, sich vorzustellen. "Ich bin bekennende Feministin", sagte die Frau. Darauf Plasberg: "Und was hat das jetzt mit Tieren zu tun?" Sie räumte ein, dass das nichts mit Tieren zu tun habe, aber sie wolle die Gelegenheit nutzen, um im Fernsehen mitzuteilen, "dass die Bundesregierung gegen Feminismus im Internet vorgeht" (Sehen Sie hier den Ausschnitt aus der Sendung ab Minute 38:50 ).

Einer der Talkgäste, der Hundetrainer Martin Rütter, konnte sich vor Lachen kaum halten und rief ins Kölner Studio: "Ist hier jemand, der sich für einen Briefmarkenverein einsetzen möchte? Das hat ähnlich viel mit dem Thema zu tun." Dann wandte er sich an die Frau: "Was du machst, ist respektlos." Darauf erwiderte die Zuschauerin, was "die Bundesnachrichtendienste" im Internet machten, sei respektlos gegenüber Frauen. "Tierquälerei ist eine Sache, Antifeminismus finde ich weitaus schlimmer."

Schließlich versprach Moderator Plasberg ihr vor ihrem Abgang, man werde nach der Sendung noch mit ihr diskutieren. Dieses Angebot schien die Frau zu besänftigen, die Sendung konnte danach wie geplant weitergehen.

Derartige Zwischenfälle kommen immer wieder vor. Im Dezember 2018 musste ein Zwischenrufer aus dem "Hart aber fair"-Studio geführt werden, der die Sendung mit Einwürfen zum Uno-Flüchtlingspakt durcheinandergebracht hatte. Für die Zuschauer war die Aktion - anders als im aktuellen Fall - zwar nicht zu hören. Trotzdem hatte sich Plasberg danach kurz mit einer Erklärung an die Menschen vor den TV-Bildschirmen gewandt.

jok/dpa
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