Robin Wright aus "House of Cards" "Entweder ich bekomme die gleiche Gage, oder..."

Männer verdienen in Hollywood deutlich mehr als Frauen. Darauf hatte "House of Cards"-Schauspielerin Robin Wright keine Lust. Sie erpresste die Produzenten.

Getty Images

In der Polit-Serie "House of Cards" spielt sie die eiskalte Claire Underwood, die ihrem Ehemann Frank in konspirativer Energie und Machtstreben in nichts nachsteht. Ungleich war allerdings die Bezahlung von Robin Wright und Kevin Spacey - bis die Darstellerin den Produzenten die Pistole auf die Brust setzte. Das berichtet die amerikanische Huffington Post.

"Ich sagte: 'Entweder, ich bekomme die gleiche Gage wie Kevin, oder ich gehe an die Öffentlichkeit'", sagte Wright demnach bei einer Veranstaltung in New York. "Ich habe mir die Statistiken angesehen und herausgefunden, dass die Figur der Claire bei den Zuschauern eine Zeitlang populärer war als die des Frank. Daraus schlug ich Kapital."

"Es gibt sehr wenige Filme und Serien, in denen der Patriarch und die Matriarchin gleich behandelt werden", sagte Wright. Kevin Spacey bekam 2014, vor Beginn der vierten Staffel, angeblich 500.000 Dollar pro Folge. Robin Wright hingegen, legt man ihre von Forbes veröffentlichte Gage von 5,5 Millionen Dollar für die gesamte Staffel zugrunde, verdiente nur 420.000 Dollar pro Episode.

Die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen in Hollywood ist in den USA schon länger ein großes Thema. Zuvor hatte sich Jennifer Lawrence in einem von ihr geschriebenen Artikel dazu geäußert, dass sie für ihre Arbeit an dem Film "American Hustle" weniger Geld bekam als ihre männlichen Kollegen.

Auch Kate Winslet sprach über das Thema, genauso wie Patricia Arquette, die sich 2015 bei ihrer Rede anlässlich ihres Oscars-Gewinns für gleiche Bezahlung von Männern und Frauen aussprach.

kae

insgesamt 136 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
davemciroy 18.05.2016
1. Blödsinnig
Spacey hat die Hauptrolle und ist Produzent, DESHALB bekommt er mehr. Was sie hat nennt man nicht Gerechtigkeitssinn, sondern Geldgier.
prendergast 18.05.2016
2. Eigenartig..
steigt die Gage nicht mit der Berühmtheit? Ansonsten müssten doch eh alle Schauspieler an einem Film nur nach Screentime bezahlt werden. Und ist Lawrence nicht die bestbezahlteste Schauspielerin in Hollywood? Nur 5,5 Millionen neben Spacey, der um ein vielfaches bekannter ist. Die Probleme wünsche ich mir auch...
observerlbg 18.05.2016
3. Na ja, hat aber vielleicht...
...auch mehr mit dem Marktwert zu tun. Ein Kevin Spacey spielt in einer anderen Liga als Robin Wright. Aber Mr. Spacey ist ja sozial eingestellt und steckt bestimmt etwas zurück für Ms. Wright. Aber es stimmt, Hollywood ist Männer dominiert. Das gilt sicher auch für Netflix.
richey_edwards 18.05.2016
4. Also Kevin Spacey kenne ich.
Verträge werden individuell ausgehandelt und da spielt es kein Rolle was xy verdient. Wenn ich unterschreibe und zufriden bin ist das in Ordnung. Mehr zu wollen nur weil ein anderer mehr hat ist kindisch.
AntiLope 18.05.2016
5.
Oder wie man es üblicherweise nennt - "Gehaltsverhandlung"
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.