Für Rolle der Gaby Köster Deutsche Anna Schudt gewinnt International Emmy Award

"Gaby, wir haben es endlich nach New York geschafft": Schauspielerin Anna Schudt verkörpert in einem autobiografischen TV-Film die Komikerin Gaby Köster - und erhielt dafür nun einen International Emmy Award.
Anna Schudt mit der Emmy-Trophäe

Anna Schudt mit der Emmy-Trophäe

Foto: ANDREW KELLY/ REUTERS

Die deutsche Schauspielerin Anna Schudt hat bei den International Emmy Awards in der Kategorie beste Hauptdarstellerin gewonnen: Schudt wurde damit für ihre Arbeit in der RTL-Produktion "Ein Schnupfen hätte auch gereicht" ausgezeichnet - in dem TV-Film spielt sie die Komikerin Gaby Köster. Die wurde unter anderem mit Rudi Carrells RTL-Show "7 Tage, 7 Köpfe" und der Serie "Ritas Welt" bekannt; im Jahr 2008 hatte sie einen Schlaganfall erlitten. In ihrer Autobiografie beschreibt Köster, wie sie sich anschließend wieder zurück ins Leben kämpfte.

"Gaby, wir haben es endlich nach New York geschafft", sagte Schudt nun bei der Preisverleihung in einem New Yorker Hotel in Richtung der im Publikum sitzenden Komikerin. "Ich liebe dich so sehr."

Köster (l.) und Schudt 2016 bei Dreharbeiten

Köster (l.) und Schudt 2016 bei Dreharbeiten

Foto: Caroline Seidel/ dpa

Schudt setzte sich in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" gegen Emily Watson aus Großbritannien, Thuso Mbedu aus Südafrika und Denise Weinberg aus Brasilien durch.

Bei den International Emmy Awards werden Preise in 13 Kategorien vergeben. Den Hauptpreis als beste Dramaserie gewann die Produktion "La Casa de Papel" ("Das Haus des Geldes"), die in Deutschland beim Streamingdienst Netflix läuft.

Aus Deutschland war auch die WDR-Produktion "Toter Winkel" als bester Fernsehfilm/Miniserie nominiert gewesen. Der Film mit Herbert Knaup und Hanno Koffler unterlag aber dem britischen Drama "Man in an Orange Shirt". Die BBC-Produktion erzählt die Familiengeschichte eines schwulen Großvaters.

Im vergangenen Jahr hatte Deutschland mit "Familie Braun" einen der Fernsehpreise gewonnen.

aar/dpa