TV-Show Joko und Klaas gewinnen Sendezeit von ProSieben - und schauen RTL

Was macht man mit 15 Minuten gewonnener Sendezeit? Im vergangenen Jahr engagierten sich Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf in sozialen Projekten. Diesmal schalteten sie bei der Konkurrenz ein.
Zwei Scherzkekse schenken dem Konkurrenten Sendezeit: Joko und Klaas (unten rechts) übertragen bei ProSieben das Programm von RTL

Zwei Scherzkekse schenken dem Konkurrenten Sendezeit: Joko und Klaas (unten rechts) übertragen bei ProSieben das Programm von RTL

Foto: -/ dpa

15 Minuten Sendezeit zur Primetime selbst gestalten - diesen Gewinn haben die Entertainer Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt für ein Quotenrennen der besonderen Art genutzt. Sie blendeten am Mittwochabend bei ProSieben die zeitgleich laufende Sondersendung zur Coronakrise von Konkurrent RTL ein und kommentierten sie. "Das Original ohne nervige Einblendungen unten in der Ecke gibt's nur bei uns", twitterte RTL.

Heufer-Umlauf und Winterscheidt, die die 15 Minuten Sendezeit am Dienstagabend in einer Spielshow gewonnen hatten, fragten sich aber schon während der Aktion, wie viel Ärger ihnen das Ganze einbringen könnte. "Dürfen wir das? (...) Ist das legal?", fragte Winterscheidt. Es sei wohl schon im Bereich, wo man ein bisschen kulant sein müsse, sagte Heufer-Umlauf. Die beiden bezeichneten sich selbst kurz nach der Sendung als "Quotenmultiplikatoren".

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Laut Winterscheidt und Heufer-Umlauf versuchten mehrere Verantwortliche des Senders, sie während der Show auf dem Handy zu erreichen. Auf dem Twitteraccount "Joko & Klaas" hieß es: "Sorry ProSieben, Joko & Klaas können gerade nicht ans Telefon gehen." Der Sender selbst teilte diesen Tweet unmittelbar nach Ende der Übertragung und schrieb dazu: "Aber jetzt."

Im vergangenen Jahr hatten die beiden Entertainer ihre in der Sendung gewonnene Sendezeit sozialem Engagement gewidmet. Nach kurzer Anmoderation war zunächst die Kapitänin des beschlagnahmten Rettungsschiffs "Iuventa 10", Pia Klemp, zu sehen, die einen Appell an die EU richtete. Danach hatte der Berliner Obdachlosenhelfer Dieter Puhl von einem "Abschiedsbaum" für verstorbene Obdachlosen berichtet und die Aktivistin Birgit Lohmeyer über die Drangsalierungen und offenen Bedrohungen bis hin zur Brandstiftung erzählt, mit denen sie und ihr Mann von ihren rechtsradikalen Nachbarn terrorisiert werden, seit sie von Hamburg in das Dorf Jamel in Mecklenburg-Vorpommern gezogen sind.

hba/dpa