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"Ottis Schlachthof": Die CSU-Kita von Wildbad Kreuth

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Kabarettsendung "Ottis Schlachthof" Ottfried Fischer hört auf

"Ottis Schlachthof" gilt als eine der populärsten Kabarettsendungen Deutschlands - jetzt will sie der Entertainer Ottfried Fischer laut einem Zeitungsbericht einstellen. Grund ist seine Parkinson-Erkrankung.

München - Aus für "Ottis Schlachthof": Der an Parkinson erkrankte Ottfried Fischer will seine Arbeit für das Bayerische Fernsehen zum Ende des Jahres beenden. Das teilte der 58-Jährige laut "Süddeutscher Zeitung" mit.

Grund dafür sei sein Gesundheitszustand: "Bis zuletzt habe ich versucht, den Kollegen Parkinson zu ignorieren. Beim Film und auf der Bühne kann man dieser Krankheit trickreicher begegnen, weniger da, wo's die Schlagfertigkeit braucht", erklärte Fischer.

Fischer will aber auch nach dem Ende von "Ottis Schlachthof" weiter auftreten. "Wo die Reise hingeht, weiß ich noch nicht genau, aber ich werde weiterhin, entschleunigt zwar, Bühnenprogramme spielen, Bücher schreiben und neue Projekte entwickeln, auch im Bereich des Produzierens von Filmen. Ich bin weniger traurig als dankbar, dass die Zeit so schön war."

Als Schauspieler erlangte Fischer Aufmerksamkeit durch seine Hauptrolle in der Krimi-Reihe "Der Bulle von Tölz". Seine Krankheit hatte er bereits Anfang 2008 öffentlich gemacht. "Ottis Schlachthof" lief bislang aber mit prominenten Gästen weiter, darunter vor allem bayerische und fränkische Kabarettisten wie Helmut Schleich, Urban Priol, Luise Kinseher oder Michael Altinger.

Fischer geriet zuletzt vor allem wegen einer Gerichtsverhandlung in die Schlagzeilen. Der Prozess um ein Sexvideo des Schauspielers muss neu verhandelt werden. Das Oberlandesgericht München hob im April den Freispruch für einen Journalisten auf: Der Ex-"Bild"-Reporter war angeklagt, weil er den Schauspieler mit einem Sexvideo zu einem Exklusivinterview genötigt haben soll. Der Journalist hatte beteuert, er habe nie mit der Veröffentlichung des Films gedroht.

bos