Neue deutsche Streamingserien Netflix dreht Spionagethriller mit Jella Haase

Deutsche Stoffe werden fürs Streaming produziert: Netflix dreht den Rachefeldzug einer DDR-Spionin mit Jella Haase, Amazon macht einen Bestseller von Sebastian Fitzek zur Serie.
Jella Haase als Spionin in »Kleo«

Jella Haase als Spionin in »Kleo«

Foto: Julia Terjung / Netflix

Netflix Deutschland dreht eine weitere Eigenproduktion: »Kleo« ist eine achtteilige Actionserie über eine DDR-Spionin in Berlin zur Zeit des Mauerfalls. Gespielt wird die Agentin von Jella Haase, die aus »Fack ju Göhte« bekannt ist. Erste Szenen werden bereits in Berlin und auf Mallorca gefilmt, die Serie soll 2022 online gehen.

Die Handlung beginnt im Jahr 1987. Topspionin Kleo liquidiert im Auftrag eines geheimen Stasi-Kommandos einen Geschäftsmann, wird aber kurz darauf von der Stasi verhaftet. Nach zwei Jahren im Gefängnis fällt plötzlich die Mauer. Kleo kommt frei, erkennt eine große Intrige und begibt sich auf einen Rachefeldzug durch ein anarchisches Berlin.

Das Drehbuch stammt von Elena Senft sowie dem Autorenteam Hanno Hackfort, Richard Krop und Bob Konrad, die auch die Erfolgsserie »4 Blocks« schreiben. Sie wollten eine Geschichte aus der »aufregenden Zeit des Umbruchs in Berlin Ende der Achtzigerjahre mit einem gewissen Punch erzählen«, so die Autoren. Die Bilder würden sich »an der Comicwelt orientieren«.

Auch Amazon Studios verfilmt einen weiteren deutschen Stoff. Sebastian Fitzeks Roman »Die Therapie« ist als sechsteilige Serie entwickelt worden und soll ebenfalls 2022 in 240 Ländern verfügbar sein. Fitzeks Debütroman folgt dem Schicksal eines Psychiaters, der sich Jahre nach ihrem Verschwinden erneut mit dem Verlust seiner seit Jahren vermissten Tochter auseinandersetzen muss.

Anfang des Jahres hatte Amazon eine Kooperation von Autor Fitzek, Ziegler Film und dem Streaminganbieter angekündigt. Produziert wird »Die Therapie« von Regina Ziegler (»Weissensee«) und Barbara Thielen, die bereits Fitzeks Roman »Passagier 23« verfilmt hat.

cpa
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