Lindholm-"Tatort" Coming-Out mit Top-Quote

Ambition zahlt sich aus: Die ARD konnte mit ihrer Sondersendung zu Libyen und ihrem Kicker-"Tatort" sensationelle Quoten einfahren. 9,42 Millionen Zuschauer waren dabei, als Charlotte Lindholm Schwulenfeindlichkeit und andere Schräglagen im Profifußball aufdeckte.

NDR

Hamburg/Berlin - Homosexualität, Hooliganismus und krumme Geschäfte im Spitzenfußball: Der "Tatort" aus Hannover griff am Sonntag einige brisante Themen auf - und erntete Spitzenquoten. 9,42 Millionen Zuschauer sahen ab 20.30 Uhr den Fall "Mord in der ersten Liga" mit Maria Furtwängler als Kommissarin Charlotte Lindholm (Marktanteil: 25,2 Prozent).

Die Inszenierung war streckenweise etwas platt - aber offensichtlich gelang es den Machern, ihr heikles Thema an den Zuschauer zu bringen. Die Idee zu dem fußballkritischen Themenkrimi, der im Coming-out eines hochbezahlten Profi-Kickers endete, war angeblich von DFB-Präsident Theo Zwanziger selbst gekommen.

Eine extrem starke Quote fuhr dann auch die Sondersendung zu Libyen direkt nach der "Tagesschau" im Ersten ein: 9,26 Millionen (25,1 Prozent) Zuschauer verfolgten sie - ein beachtliches Ergebnis für die Nachrichtenmacher vom Ersten. Und so hatte die seichte Unterhaltung an diesem Abend das Nachsehen: Schauten sich das "Inga Lindström"-Drama "Wilde Pferde auf Hillesund" im ZDF immerhin noch 6,32 Millionen (16,8 Prozent) Zuschauer an, so schalteten die US-Komödie "Bride Wars - Beste Feindinnen" bei RTL nur bescheidene 2,66 Millionen (7,1 Prozent) ein.

Immerhin: Für die neue Reihe "Jugendliebe" mit Inka Bause, das RTL-Junkies die "Bauer sucht Frau"-freie Zeit versüßen soll, hatten zuvor um 19.05 Uhr stattliche 5,47 Millionen (17,5 Prozent) die Fernbedienung gedrückt.

cbu/dpa



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Seite 1
kjartan75 21.03.2011
1.
Ich fand den Tatort reichlich konstruiert. Man wollte wohl jedes Thema anpacken und hat sich letztendlich darin verzettelt, so dass man nur schön an der Oberfläche kratzte.
HansWilhelm 21.03.2011
2. Muß richtig spannend gewesen sein
Zitat von sysopAmbition zahlt sich aus:*Die ARD konnte mit ihrer Sondersendung zu Libyen und ihrem Kicker-"Tatort" sensationelle Quoten einfahren. 9,42 Millionen Zuschauer waren dabei, als Charlotte Lindholm Schwulenfeindlichkeit und andere Schräglagen im Profifußball aufdeckte. http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,752219,00.html
ein Kollege nach 10 Minuten entschlafen; ein weiterer meinte,selten so einen Unsinn gesehen,eine Kollegin hat nach 20 Min. wg tödlicher Langeweile umgeschaltet. Also hab ich nix verpasst, der gleich den Fernseher ausgelassen hat.
beobachter1960 21.03.2011
3. .
Eher ein typisch ausgewogener, langweiliger Krimi. Klar, der Kommissar ist eine Kommissarin, deshalb darf sie 1 1/2 Stunden mißgelaunt Kollegen anmaulen, Einbruch begehen, fremden Kerlen auf die Pi... glotzen (man denke ein männlicher Kommissar würde einer Zeugin in eine Frauendusche folgen....) und ansonsten total kontruiert ermitteln.
billger 21.03.2011
4. .
Zitat von beobachter1960Eher ein typisch ausgewogener, langweiliger Krimi. Klar, der Kommissar ist eine Kommissarin, deshalb darf sie 1 1/2 Stunden mißgelaunt Kollegen anmaulen, Einbruch begehen, fremden Kerlen auf die Pi... glotzen (man denke ein männlicher Kommissar würde einer Zeugin in eine Frauendusche folgen....) und ansonsten total kontruiert ermitteln.
Das ist mir auch aufgefallen. Hab den Müll (leider) auch gesehen. Der Zeitgeist läßt grüßen. Frauen dürfen alles, das nennt man "sie haben ihr Rollenbild geändert".
gsm900, 21.03.2011
5. So war früher auch Polizeiruf 110
Zitat von beobachter1960Eher ein typisch ausgewogener, langweiliger Krimi. Klar, der Kommissar ist eine Kommissarin, deshalb darf sie 1 1/2 Stunden mißgelaunt Kollegen anmaulen, Einbruch begehen, fremden Kerlen auf die Pi... glotzen (man denke ein männlicher Kommissar würde einer Zeugin in eine Frauendusche folgen....) und ansonsten total kontruiert ermitteln.
Der Propagandawolf im Unterhaltungsschaftpelz.
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