TV-Krimi Meret Becker hört beim Berliner "Tatort" auf

"Sieben gut verbrachte Jahre Lebenszeit": Trotz des Erfolgs des Berliner "Tatorts" kündigt Meret Becker ihren Abschied als Kommissarin Rubin an. Spielpartner Mark Waschke bleibt der Reihe erhalten.

Meret Becker als Kommissarin Rubin in der "Tatort"-Folge "Tiere der Großstadt"
rbb/ Conny Klein

Meret Becker als Kommissarin Rubin in der "Tatort"-Folge "Tiere der Großstadt"


Sie bringt eine angenehm nervöse Energie in Deutschlands erfolgreichste TV-Reihe: Als Kommissarin Nina Rubin schmeißt Meret Becker Drogen ein, streift bis in die Morgenstunden durch die Berliner Clubszene und vergisst dabei auch schon mal die beiden halbwüchsigen Söhne Zuhause. Auch dank ihres Einsatzes hat sich der Berliner "Tatort" zu einem der interessantesten und innovativsten TV-Reviere gewandelt - erst im März wurde die kunstvolle Folge "Meta" mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Nun kündigte Becker an, beim "Tatort" aufzuhören: Ab 2022 will sie sich anderen künstlerischen Aufgaben widmen, wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) mitteilte. "Es waren unzählige wunderbare Momente mit all den Kollegen, denen ich begegnen durfte", erklärte die 50-jährige Schauspielerin, die auch als Sängerin tätig ist.

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Am Ende werde sie 15 Folgen des Berliner "Tatorts" gemacht haben: "Das sind rund sieben gut verbrachte Jahre Lebenszeit." Sie ermittelt gemeinsam mit ihrem Kollegen Mark Waschke, der Kommissar Robert Karow spielt. Waschke soll nach RBB-Angaben Fernsehkommissar bleiben. Noch unklar sei allerdings, wer künftig an seiner Seite stehen werde.

cbu/AFP



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spon-facebook-1049022215 22.05.2019
1. Nervig
Dieses Aussteigen aus dem Tatort, um sich "künstlerisch weiterzuentwickeln" ist nervig. Wer im Tatort spielt, ist an der Spitze, von hier aus führt in Deutschland nichts mehr weiter, nur noch abwärts. Nach Höfels und Tezel ist Becker nun schon die dritte Tatortkommissarin binnen eines Jahres, die das Handtuch wirft. Höfels und Becker sind übrigens aus dem Alter raus, in dem es gute Rollen für Frauen gibt. Die werden sich noch selbst in den Hintern treten. Ärgerlich ist es aber auch für das horizontale story telling. Man wird noch sehen, ob die Änderung im Dresden-Tatort gut tut, das Dortmunder Team ist ohne Tezel tot. Man braucht nämlich eine Spitzenschauspielerin, um einen Ausgleich zu schaffen gegen das Duo Faber/Böhnisch, und sorry, in der Kategorie und Altersgruppe gibt es in Deutschland keine Schauspielerin. Tezel kills the Dortmund-Tatort. Mal sehen, was den Berlinern einfällt, um ein solches Schicsal zu verhindern.
kaltmamsell 22.05.2019
2. Verhuschte Frisur, zarte Gesichtszüge und kein Wiedersehen
Das musste wohl sein. Tatort jetzt ohne Meret Becker ("das Meretlein", wie Gottfried Keller schrieb). Als Autor von heute müßte er wohl hinzufügen: "Lebt und arbeitet in Berlin". Das ist so ein Spruch, der sich verfestigt hat und schon auch für Belustigung sorgt. Vielleicht entzieht sie sich einfach dem Routine-Betrieb, der Künstler schon auch auslaugt. Sie ist schon ein unglaubliche Schauspielerin und Sängerin. Mal sieht es die halbe Nation, mal nur ein kleines Kellertheater-Publikum.
legeipsred 22.05.2019
3. Neeeein, bitte nicht!
meret, bitte bleib, ich will mir nicht den immernackten eitlen gockel anschauen. ich kenne ja niemandem aus meinem freundeskreis, der den waschke nicht peinlich findet. vor allem übrigens frauen.
troy_mcclure 23.05.2019
4.
Zitat von spon-facebook-1049022215Dieses Aussteigen aus dem Tatort, um sich "künstlerisch weiterzuentwickeln" ist nervig. Wer im Tatort spielt, ist an der Spitze, von hier aus führt in Deutschland nichts mehr weiter, nur noch abwärts. Nach Höfels und Tezel ist Becker nun schon die dritte Tatortkommissarin binnen eines Jahres, die das Handtuch wirft. Höfels und Becker sind übrigens aus dem Alter raus, in dem es gute Rollen für Frauen gibt. Die werden sich noch selbst in den Hintern treten. Ärgerlich ist es aber auch für das horizontale story telling. Man wird noch sehen, ob die Änderung im Dresden-Tatort gut tut, das Dortmunder Team ist ohne Tezel tot. Man braucht nämlich eine Spitzenschauspielerin, um einen Ausgleich zu schaffen gegen das Duo Faber/Böhnisch, und sorry, in der Kategorie und Altersgruppe gibt es in Deutschland keine Schauspielerin. Tezel kills the Dortmund-Tatort. Mal sehen, was den Berlinern einfällt, um ein solches Schicsal zu verhindern.
Da im Tatort immer öfter schräge Typen als Ermittler auftreten, könnte man dann ja Ben Becker nehmen...
ancoats 23.05.2019
5.
Sehr bedauerlich. Das Berliner Duo (ja, beide...) gehörte zu den interessantesten dieser Reihe, und Meret Becker verkörperte in ihrer Rolle eine bestimmte lokaltypische Milieu-Facette Berliner Lebens - wie überhaupt dieser Berliner Tatort insgesamt deutlich besser den (ursprünglichen) Reihenanspruch erfüllte, regionale Authentizität zu vermitteln. Man erkannte "sein" Berlin durchaus wieder, ganz im Gegensatz zu den früheren Berliner Tatort-Versionen. Schade, schade.
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