Nach Beschwerde von Tochter Sky strahlt Michael-Jackson-Folge nicht aus

"Ich könnte mich übergeben": So kommentierte Michael Jacksons Tochter eine Episode der Serie "Urban Myths" über ihren Vater. Der Sender Sky hat nun reagiert - und die Folge aus dem Programm genommen.

Paris Jackson
AFP

Paris Jackson


Michael Jackson fährt nach dem 11. September 2001 mit Marlon Brando und Elizabeth Taylor von New York nach Los Angeles: Das war der Plot einer Folge der Sky-Serie "Urban Myths" - die jetzt wohl nie jemand zu sehen bekommt. Wie die BBC berichtet, hat sich der Sender Sky dazu entschieden, die umstrittene Episode aus dem Programm zu nehmen.

Der Sender reagiert damit auf die Kritik von Paris Jackson, Tochter von Michael. Die hatte sich auf Twitter über die Darstellung ihres Vaters beschwert, nachdem sie den ersten Trailer für die Serie gesehen hatte.

"Ich fühle mich so unglaublich beleidigt, und ich bin sicher, viele andere Leute auch", schrieb sie. "Ganz ehrlich, ich könnte mich übergeben." Es sei die Absicht der Filmemacher gewesen, ihren Vater und auch Liz Taylor zu beleidigen. Jackson - aber auch die beiden anderen Figuren - werden in der Folge auf überzogene Weise dargestellt. Schauspieler Joseph Fiennes ("Shakespeare in Love") wurde geschminkt, um wie Michael Jackson auszusehen.

In einem Statement des Senders heißt es: "Wir hatten nie die Absicht, jemanden zu beleidigen."

Die 18-jährige Paris störte sich auch daran, dass ein weißer Schauspieler die Rolle seines Vaters übernehmen würde."Mein Vater hat unzählige Male betont, wie stolz er auf seine Wurzeln ist. Er hätte dies nie gewollt."

Michael Jackson hatte sich im Laufe seiner Karriere mehreren plastischen Operationen unterzogen. Auch litt er an der Hautkrankheit Vitiligo, die seine Haut weiß werden ließ. In einer Online-Petition gegen die Folge, die inzwischen über 20.000 Mal unterschrieben wurde, heißt es: "Diese Besetzung ist eine Beleidigung für die sehr realen professionellen und gesundheitlichen Probleme, unter denen Jackson sein Leben lang leiden musste."

Joseph Fiennes hatte seine Rolle und die Weise, wie er sie darstellt, zuvor verteidigt. Nun heißt es in dem Statement von Sky: "Joseph Fiennes unterstützt unsere Entscheidung voll und ganz".


Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieser Meldung hieß es, Jackson habe sich die Haut mit Operationen aufhellen lassen. Das ist umstritten: Zwar unterzog sich Jackson mehren plastischen Operationen, er litt aber auch unter der Hautkrankheit Vitiligo, welche die Haut heller werden lässt.

gia

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.