Bekannt aus »Lost« und »Babylon 5« Schauspielerin Mira Furlan ist tot

Im früheren Jugoslawien war Mira Furlan ein Film- und Theaterstar. Nachdem sie vor dem Bürgerkrieg in die USA floh, wurde sie durch Rollen in »Lost« und »Babylon 5« auch im TV berühmt. Nun ist sie gestorben.
Mira Furlan (mit Teddy Quinn) in der Serie »Lost«

Mira Furlan (mit Teddy Quinn) in der Serie »Lost«

Foto:

Mary Evans / imago images

Bekannt war sie unter anderem für ihre Rolle der Danielle Rousseau in der Abenteuerserie »Lost«. In der Science-Fiction-Serie »Babylon 5« spielte sie in den Neunzigerjahren die Botschafterin Delenn, eine Frau, die zwei Völker – Menschen und die außerirdischen Minbari – miteinander verband. Am 20. Januar nun ist die Schauspielerin Mira Furlan im Alter von 65 Jahren gestorben. Laut kroatischer Medienberichte  erlag Furlan den Folgen einer Infektion mit dem West-Nil-Virus.

Furlan wurde 1955 in Zagreb im damaligen Jugoslawien geboren. Nach einem Schauspielstudium an der Uni Zagreb wurde sie Ensemblemitglied am kroatischen Nationaltheater. Neben Bühnenauftritten war sie auch fürs Kino tätig. So spielte sie in Emir Kusturicas Erfolgsfilm »Papa ist auf Dienstreise« mit, der 1985 die Goldene Palme von Cannes gewann und für den Auslands-Oscar nominiert war.

Als in Jugoslawien 1991 der Bürgerkrieg ausbrach, wanderte sie zusammen mit ihrem Ehemann, dem Film- und Fernsehregisseur Goran Gajić, in die USA aus. Was sie zuvor als Theaterschauspielerin leistete, daran erinnert sich der Produzent der Serie »Babylon 5«, J. Michael Straczynski: »Sie war Teil einer Theatergruppe, die in dem zerbrechenden Land weiter Grenzen überquerte, obwohl sie deshalb Todesdrohungen von beiden Seiten erhielt.« Als er ihren Mut bewunderte, habe sie abgewunken. »Ja, sie hätten mich töten können. Na und? Kunst sollte keine Grenzen haben.«

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Der offizielle Twitteraccount Furlans veröffentlichte ein Zitat der Schauspielerin zur Nachricht ihres Todes. »Ich schaue mir die Sterne an«, heißt es darin. »Die Nacht ist klar, und die Milchstraße erscheint so nah. Dorthin werde ich bald gehen. >Wir sind alle Sternenstoff.< Diese Zeile von Delenn aus Joes Drehbuch fällt mir plötzlich ein. Keine schlechte Aussicht. Ich habe keine Angst.«

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wbr
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