Nach Falschaussagen zu Impftoten Lisa Fitz will nicht mehr in »Spätschicht« auftreten

Eine falsche Tatsachenbehauptung in der Sendung »Spätschicht« brachte Lisa Fitz scharfe Kritik ein. Jetzt zog die Kabarettistin Konsequenzen.
Kabarettistin Lisa Fitz beim Politischen Aschermittwoch 2018

Kabarettistin Lisa Fitz beim Politischen Aschermittwoch 2018

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Ben Kriemann / picture alliance

Die Kabarettistin Lisa Fitz will nach ihren scharf kritisierten Aussagen zu Impftoten nicht mehr in der SWR-Comedysendung »Spätschicht« auftreten. Das teilte der SWR am Donnerstag mit. Fitz bestätigte der Deutschen Presse-Agentur ihre Entscheidung. Sie werde sich zeitnah dazu äußern und den Schritt begründen, kündigte sie an.

Man nehme mit großem Bedauern zur Kenntnis, dass sich Lisa Fitz entschieden habe, in Zukunft nicht mehr Teil der Satiresendung zu sein, schrieb der Sender am Donnerstag. »Der SWR bedauert die Entscheidung von Lisa Fitz und hätte die langjährige sehr anregende Zusammenarbeit mit ihr gerne fortgesetzt«, sagte Clemens Bratzler, SWR-Programmdirektor Information.

Fitz hatte in der Sendung im November bei ihrem Auftritt von EU-weit 5000 Coronaimpftoten gesprochen. Laut Europäischer Arzneimittel-Agentur (Ema) in Amsterdam handelt es sich aber nur um Verdachtsfälle. Es sei nicht festgestellt worden, dass es einen kausalen Zusammenhang mit der Impfung gebe.

Der Südwestrundfunk hatte nach der Ausstrahlung und Kritik am Sender entschieden, die Folge der Comedy- oder Satiresendung aus der ARD-Mediathek zu nehmen und auch von allen SWR-Plattformen und -Kanälen zu entfernen, weil es sich um eine falsche Tatsachenbehauptung handle.

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Fitz selbst hatte später bedauert, bei ihrem umstrittenen Auftritt von EU-weit 5000 Coronaimpftoten gesprochen zu haben. Sie hatte den Vorwurf zurückgewiesen, eine Impfgegnerin und Coronaleugnerin zu sein.

xvc/dpa