US-Netflix "Friends" verlässt den Streamingdienst

Erst vor wenigen Monaten zahlte Netflix 100 Millionen Dollar für die US-Ausstrahlungsrechte bis Ende 2019 - jetzt wurde bekannt: "Friends" wandert 2020 in das Programm von Warners neuem Streamingdienst.

"Friends"-Darsteller: Vor 15 Jahren wurde die letzte Folge der US-Serie gesendet
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"Friends"-Darsteller: Vor 15 Jahren wurde die letzte Folge der US-Serie gesendet


Mehrere Monate wurde bereits darüber spekuliert, nun ist klar: "Friends" wird Netflix verlassen. Alle 236 Folgen der Sitcom um sechs Freunde in New York sollen in den USA bei dem neuen Streamingdienst HBO Max laufen, den Warner Media im nächsten Frühjahr an den Start bringen will. Das bestätigte der Konzern in einer Pressemitteilung.

Allerdings ist bisher nicht klar, ob das Ende des Deals zwischen Warner und Netflix auch für das deutsche Angebot Konsequenzen hat und somit auch Fans hier auf die Serie verzichten müssen. Eine Anfrage dazu ließ Netflix Deutschland bislang unbeantwortet.

Noch im vergangenen Jahr hatte das Streamingportal die Ausstrahlungsrechte der Serie für 100 Millionen Dollar von Warner Media erworben, allerdings bloß für 2019. Dass Netflix so viel zahlte, zeugt indirekt wohl auch davon, dass die Serie, die 2004 endete, extrem erfolgreich gestreamt wurde - wenn es aber um konkrete Abrufe geht, begab sich Netflix meist bedeckt.

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HBO Max will im Frühling nach eigener Aussage mit Unterhaltungsinhalten im Umfang von 10.000 Stunden starten. Dazu hat sich der Konzern auch die Rechte an den Serien "The Fresh Prince of Bel-Air" und "Pretty Little Liars" gesichert und den Produzenten Greg Berlanti sowie Schauspielerin Reese Witherspoon für exklusive Filme an Bord geholt. Angekündigt sind auch zwei Serien mit den Schauspielerinnen Kaley Cuoco und Anna Kendrick.

In den kommenden Monaten drängen mehr und mehr Kontrahenten in den immer unübersichtlicheren Streamingmarkt. Neben etablierten Rivalen wie Netflix, Amazonoder Hulu und Warner Medias HBO Max steigen auch Disneyund Applein das Geschäft ein.

evh

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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
fireb 10.07.2019
1.
wieviele einzelne Streaming Dienste wir wohl in 5 Jahren haben werden? Wenn jeder sein "kleines eigenes" Angebot für 10 Euro anbietet, mal sehen wer in 10 Jahren noch steht und wieder alles unter sich vereint. Für Konsumenten ein unerfreulicher Trend
vitalik 10.07.2019
2.
Zitat von firebwieviele einzelne Streaming Dienste wir wohl in 5 Jahren haben werden? Wenn jeder sein "kleines eigenes" Angebot für 10 Euro anbietet, mal sehen wer in 10 Jahren noch steht und wieder alles unter sich vereint. Für Konsumenten ein unerfreulicher Trend
Ich frage mich, ob der Plan überhaupt aufgeht. Da die Kündigungsfristen der Dienste relativ kurz sind, wird man eine starke Fluktuation der Kunden feststellen. Dazu eine kleine App, die die Verwaltung der vielen Accounts übernimmt und schon hoppsen die Kunde Monat zu Monat von Dienst zu Dienst. Ob es sich dann noch lohnt, wenn die Kunden für den kleinen Betrag die neuen Serien durch bingen und sofort wieder wechseln.
Philip J. Fry 11.07.2019
3. Omg!
Eine ein Vierteljahrhundert alte Serie läuft ab nächstem Jahr woanders. Aber nur in Amerika. Was für eine erschütternde, beklemmende Nachricht. Nicht.
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